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Handys "gratis"

13.06.2000 | 00:00 Uhr |

Rund 1,5 Millionen Handy-Benutzer können sich das vermeintliche Statussymbol gar nicht leisten. Nach einer Prognose der Hamburger Unternehmensberatung Mummert+Partner müssen die Mobilfunkunternehmen allein in diesem Jahr rund 750 Millionen DM an Forderungen abschreiben. Das seien im Schnitt 3,5 Prozent des Umsatzes, heißt es in einer am Dienstag in Hamburg verbreiteten Mitteilung des Unternehmens. Die Spitzenreiter der Branche verlieren demnach sogar bis zu acht Prozent ihres Umsatzes durch zahlungsunfähige Kunden.

"Bislang setzen zu wenig Mobilfunkfirmen auf eine systematische Bonitätsprüfung", meint Peter Quistorf, bei Mummert+Partner Experte für Forderungsmanagement. Marketing und Vertreib wollten möglichst viele Verträge verkaufen und nutzen nicht die Möglichkeit, sich mit Hilfe diverser Datenbanken über die Kunden zu informieren.

Ein weiteres Problem seien organisierte Banden, die sich Verträge erschleichen und in großem Stil missbrauchen. Solche Banden ließen sich mit moderner Software aufspüren, die jedoch wegen des hohen Aufwands nur selten installiert werde. Nach den Erkenntnissen von Mummert+Partner ist es möglich, ein Handy trotz offener Rechnungen bis zu 90 Tagen zu nutzen. dpa/ab

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