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Hardware mit integriertem Kopierschutz

25.03.2002 | 16:20 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Heftig umstritten ist eine Gesetzesinitiative des US-Senats zum Kopierschutz. Der von Senator Fritz Hollings vorgelegte "Consumer Broadband and Digital Television Act" (CBDTPA) sieht vor, dass in PCs, CD-Brenner und CD-Spieler Kopierschutzmechanismen integriert werden sollen. Die Maßnahmen sollen Raubkopierer davon abhalten, illegale Kopien von Musikalben und Filmen zu erstellen. Verschiedene Hardwarehersteller bezeichnen den Gesetzesvorschlag als utopisch. In den USA könne man entsprechende Standards nicht ohne die Verbraucherverbände entwickeln. Sollten sich Industrie und Interessengruppen nicht einigen können, müsste die Federal Communications Commission und das U.S. Copyright Office Richtlinien durchsetzen. In keinem Fall sei jedoch zu verhindern, dass die Mechanismen geknackt werden.
Doch durch den CBDTPA sind nicht nur Geräte zum Kopieren von Multimediadateien betroffen, warnen Experten. Wenn das Gesetz in Kraft tritt, darf in den USA keine Software mehr vertrieben werden, mit der sich urheberrechtlich geschützte Werke reproduzieren lassen, sagt Tom Bell, Professor an der Chapman University School of Law. Damit dürfen zum Beispiel Open-Source- und Freeware-Entwickler nur dann Updates ihrer Software herausbringen, wenn diese staatlich kontrollierte Technologie enthalte, so der Copyright-Spezialist. (lex) weiter

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