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Hasselblad stellt revolutionäre Kamera vor

24.06.2016 | 12:22 Uhr |

Hasselblad hat die erste spiegellose Mittelformatkamera vorgestellt. Die X1D-50c bietet einen 50 Megapixel auflösenden Bildsensor.

Mit der X1D ist Hasselblad ein echter Coup geglückt. Denn dies ist die erste spiegellose Mittelformat-Kamera auf dem Markt. Das System ermöglicht es, die Kamera sehr kompakt zu bauen. Passend zu der Kamera stellt Hasselblad zwei Objektive mit den Festbrennweiten von 45 mm und 90 mm vor. Die technischen Details in Kürze:

- Kompakte Bauform und 725 Gramm schwer

- 50-MP-CMOS-Bildsensor im Mittelformat-Größe mit 14 Blendenstufen Dynamikumfang

- Neue XCD-Objektivserie mit Zentralverschluss (Startet mit zwei Festbrennweiten-Objektiven mit 45mm und 90mm)

- Mit Adapter kompatibel zu 12 Objektiven Hasselblad H-System

- Großes Touch-Display

- Verschluss 60 min bis 1/2000 Sekunde bei uneingeschränkter Blitzsynchronisation

- ISO 100 bis 25.600

- Zwei Speicherkartensteckplätze, GPS und WLAN-Funktion; USB 3.0-Anschluss (Typ C), Mini HDMI, Audio-Eingang/Ausgang

- HD-Video

- Preis: 7900 Euro zzgl MwSt

Die neu vorgestellte X1D wiegt im Vergleich zu herkömmlichen digitalen Mittelformatkameras weniger als die Hälfte. Besonders die kompakte Bauform unterscheidet die Hasselblad X1D von den Konkurrenten wie Phase One. Laut Pressemeldung von Hasselblad:

"Mit einem Gewicht von lediglich 725 g einschl. HD-Video, WLAN-Funktion und integriertem GPS stellt die X1D einen zuverlässigen Partner und idealen Reisegefährten dar. Das robuste Gehäuse ist wetter- und staubgeschützt. Dank der ausgezeichneten Haltbarkeit eignet sich die Kamera als ständiger Begleiter."

Bisher halbherzige Versuche in Richtung Prosumer

Der schwedische Profikamera-Hersteller möchte schon seit Jahren auch im Amateur-Markt Fuß fassen – wie sein deutscher Erz-Konkurrent Leica es erfolgreich vormacht. Bisher waren die Vorstoße von Hasselblad in Richtung Prosumer-Kamera nach unserer Meinung alles andere als überzeugend: So präsentierte Hasselblad auf der vorletzten Photokina im Jahr 2012 die Design-Kamera Lunar . Diese 5000-Euro-Kamera war nichts anderes als eine Sony NEX 7 mit modifiziertem Gehäuse. Interessant war diese vermutlich nicht gerade sehr erfolgreiche Lunar-Serie wohl nur für gut betuchte Kunden sein, denen es mehr auf das Aussehen als dem Preis-Leistungsverhältnis ankommt.

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