975556

Hat Apple mit Großeinkäufen vorgesorgt?

21.08.2007 | 15:21 Uhr |

Eine hohe Nachfrage und damit verbundene Preissteigerungen auf dem Markt der Flash-Speicherchips und LCD-Panels könnten in der zweiten Jahreshälfte sinkende Gewinnmargen für diverse Apple-Produkte mit sich bringen.

. Der PacificCrest-Analyst Andy Hargreaves glaubt bis zum Quartalsende an potentielle Gewinneinbußen bei betroffenen iPod-nano- und iPod-shuffle-Modellen von bis zu drei Prozent. Mit MacBooks und iMacs könne Apple gar fünf Prozent weniger Gewinn machen. Doch Cupertino scheint vorgesorgt zu haben: Trotz allem glaubt Hargreaves weiter an positive Ergebnisse in den kommenden Quartalen.

Für das laufende Sommerquartal hatte Apple bereits steigende Komponentenpreise vorhergesagt, konnte sich also auf die Situation einstellen. Hargreaves hält es daher für möglich , dass Apple bereits früh größere Mengen an Komponenten bei Herstellern wie Samsung und Toshiba eingekauft hatte, um höhere Einkaufspreise zu vermeiden. Außerdem habe das Unternehmen das Glück, mit höheren Preisen den Verkaufszahlen der beliebten Produkte nicht allzu sehr zu schaden.

Dies lasse sich unter anderem am iPod beobachten, der sich trotz des vergleichsweise hohen Preises weiterhin gut verkaufe. Außerdem könnte stärkeres Wachstum mögliche Gewinneinbußen abfangen: Durch neue Produkte wie das iPhone, den neuen iMac, einen potentiellen neuen Video-iPod sowie Mac OS X Leopard werde sich Apple weiter steigern können. Diese Annahme lässt sich zumindest für den Mac-Markt durch eine Studie von ChangeWave untermauern. Die Marktforscher haben betroffene Konsumenten in den USA gefragt, welche Rechner sie sich in den letzten 90 Tagen gekauft haben oder in den nächsten 90 Tagen kaufen wollen. Während Apple sich in den letzten beiden 90-tägigen Perioden bei Notebook-Rechnern von 12 auf 17 Prozent steigern konnte, gingen Desktop-Käufe bei den Befragten von 7 auf 6 Prozent leicht zurück.

Dafür wird das Unternehmen voraussichtlich in den nächsten 90 Tagen glänzen können: 28 Prozent der Befragten wollen ein Notebook, 23 Prozent einen Desktop-PC von Apple kaufen. Apples "Lieblingskonkurrent" Dell dürfte sich über die Studie hingegen nicht sehr freuen: Statt 36 Prozent wollen sich in den nächsten 90 Tagen nur noch 31 Prozent Dell-Desktops und statt 28 nur noch 24 Prozent Dell-Laptops zulegen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
975556