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Hessen-SPD fordert mehr Medienkompetenz

11.09.2007 | 11:01 Uhr |

Die hessische SPD-Fraktion fordert mehr Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche. Ein Verbot von „Killerspielen“ greife dagegen zu kurz.

Michael Siebel, SPD Hessen
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© SPD Hessen

Für die SPD gehörten Medienkompetenz, Computerspiele und Jugendschutz zusammen, sagte der medienpolitische Sprecher der hessischen SPD-Fraktion Michael Siebel. Er fordert mehr Wachsamkeit von Eltern und Lehrern, aber auch Mitschülern: „Man muss sich schon fragen, warum Eltern, Nachbarschaft, Mitschüler und Lehrer nicht reagieren, wenn Kinder und Jugendliche oft tagelang in die Parallelwelt der Computerspiele abtauchen“, so Siebel.

Das Thema „Jugenschutz im Internet“ solle in der Lehrerfortbildung stärker berücksichtigt werden, forderte der SPD-Politiker. Gleichzeitig kritisierte Siebel die Landesregierung von Roland Koch. Die Regierung habe in der laufenden Legislaturperiode rund 400 Millionen Euro für die Digitalisierung von Akten ausgegeben, das Angebot jugendschutz.net werde dagegen mir nur 25.000 Euro jährlich unterstützt.

Weitere Gesetze zum Schutz der Jugend sind nach Auffassung von Siebel nicht notwendig. Allerdings meinte der Politiker dass „wir [in Deutschland] ein Vollzugsproblem haben, da der Verkauf von nicht für die Altersstufe freigegebenen Medien an Jugendliche möglich ist“.

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