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Quartalsgewinn von HP sinkt um 91 Prozent

23.11.2011 | 07:04 Uhr |

Im vierten Quartal seines Geschäftsjahres 2010/2011 hat der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) 91 Prozent weniger Gewinn eingefahren als noch vor Jahresfrist

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Der Nettogewinn betrug im vierten Quartal 2011 nur noch 200 Millionen US-Dollar, im Vorjahr waren es noch 2,5 Milliarden US-Dollar gewesen. Der Gewinn pro Aktie fiel von 1,10 US-Dollar um 89 Prozent auf 12 Cent.

Der Quartalsumsatz des Unternehmens war um drei Prozent von 33,3 Milliarden US-Dollar auf 32,1 Milliarden US-Dollar zurückgegangen.

Die Software-Sparte von HP hatte dank straken Wachstums bei Lizenzen und Services ihren Umsatz um 28 Prozent gesteigert, bei Finanzdienstleistungen legte HP um 18 Prozent zu.

Die Personal System Group, in der HP sein PC-Geschäft zusammengefasst hat, verlor zwei Prozent an Umsatz und steuerte 10,1 Milliarden US-Dollar zum Ergebnis bei. HPs ehemaliger CEO Leo Apotheker hatte im Sommer bekannt gegeben, die PC-Sparte verkaufen oder ausgliedern zu wollen, seine Nachfolgerin Meg Whitman revidierte die Entscheidung unmittelbar nach ihrem Antritt.

Für den Umsatz- und Gewinnrückgang macht HP die allgemeine Wirtschaftslage verantwortlich. Jede Menge "Gegenwind" habe das Wachstum gebremst, dieser werde auch weiterhin Druck auf das Unternehmen ausüben. Die schlechte makroökonomische Weltlage habe zu reduzierten Verbraucherausgaben geführt.

"2011 gab es jede Menge Drama", beschrieb Whitman die Turbulenzen und Unternehmen, "wir müssen nun die Ärmel hochkrempeln und versuchen, das Drama zu reduzieren." Zur Verwirrung beigetragen hat HP selbst, Whitman sagte, viele Partner hätten befürchtet, HP würde sich komplett aus dem Hardwaregeschäft zurückziehen, beruhigt diese aber: "Wir sind im Softwaregeschäft, um unseren Kunden Mehrwert zu bieten und nicht, um HP in eine Softwarefirma zu wandeln." Risiken für das künftige HP-Geschäft sieht Whitman unter andrem aus der Flutkatastrophe in Thailand erwachsen. Vor Ort wüssten die Festplattenhersteller nicht, wann ihre Fabriken wieder voll einsatzfähig werden, in den ersten beiden Quartalen 2012 könnte es zu bedeutenden Engpässen kommen. Umsatz und Gewinn würden daher auch 2012 sinken, HP lege aber die Grundlagen für neues Wachstum ab 2013.

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