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Hewlett-Packard senkt erfolgreich Kosten

26.02.2003 | 12:39 Uhr |

Der Drucker- und Computerkonzern Hewlett-Packard Company (HP) hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2002/2003 seinen Gewinn dank starker Kostensenkungen deutlich erhöht. Das Unternehmen hatte im Mai vergangenen Jahres Compaq Computer für 19 Milliarden Dollar übernommen. Die Analysten und Anleger beobachten ganz genau, ob die versprochenen Synergien auch erzielt werden.

Der zweitgrößte Computerhersteller der Welt verdiente in dem am 31. Januar 2003 beendeten Dreimonatsabschnitt 721 Millionen Dollar (674 Mio Euro) oder 24 Cent je Aktie gegenüber 484 Millionen Dollar oder 25 Cent je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit.

HP hat in der Berichtszeit unter Ausklammerung von Sonderfaktoren 1,1 Milliarden Dollar oder 29 Cent je Aktie verdient und hat damit die Gewinnerwartungen der Wall Street von 27 Cent übertroffen. Der Quartalsumsatz betrug 17,9 (Vorjahresvergleichszeit ohne Compaq:11,4) Milliarden Dollar, während die Analysten von 18,48 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Die HP-Aktien gaben nachbörslich um 69 Cent auf 17,49 Dollar nach.

Der Computer- und Druckerriese hatte in den vorangegangenen drei Monaten 18 Milliarden Dollar umgesetzt. Der leichte Umsatzrückgang gegenüber dem vorangegangenen Quartalsabschnitt war vor allem auf die schwachen Informationstechnologie-Ausgaben in den USA und Japan zurückzuführen. Die US-Umsätze fielen gegenüber den vorangegangenen drei Monaten um sieben Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen legte hingegen in Europa um sechs Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar zu. Damit hat Europa 40 Prozent des Gesamtumsatzes gestellt.

Unternehmenschefin Carly Fiorina verwies auf "gute Fortschritte" bei den Kostensenkungen und auf höhere Marktanteile in jeder Geschäftssparte. Sie hob die starken Entwicklung in Europa sowie im asiatisch-pazifischen Raum hervor. Sie bestätigte die Gewinnerwartungen der Analysten von 27 Cent je Aktie für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres.

In der wichtigen Drucker- und Digitalbild-Sparte stagnierte der Quartalsumsatz gegenüber den vorangegangen drei Monaten mit 5,6 Milliarden Dollar. Hier erreichte der operative Gewinn 907 Millionen Dollar, minus vier Prozent.

Die Personal-Computer-Sparte verbuchte einen operativen Gewinn von 33 Millionen Dollar gegenüber roten Zahlen von 68 Millionen Dollar im vorangegangenen Quartalsabschnitt. Das Unternehmen eroberte seine globale Spitzenposition bei PCs zurück. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar.

Die Unternehmenscomputer-Sparte wies einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar aus, der auf die schwache Nachfrage in den USA und Lateinamerika zurückzuführen war. Der operative Verlust konnte jedoch mit Hilfe von Kostensenkungen auf 83 Millionen Dollar reduziert werden gegenüber 129 Millionen Dollar im vorangegangenen Quartal. Die Dienstleistungssparte verbuchte einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf drei Milliarden Dollar. Der operative Gewinn schrumpfte gegenüber den vorangegangenen drei Monaten um sechs Prozent auf 341 Millionen Dollar. dpa

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