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"Hey Siri!" - Aber nicht in der Öffentlichkeit

06.06.2016 | 10:31 Uhr |

Noch haben iPhone-Nutzer Hemmungen, mit Siri in der Öffentlichkeit zu plaudern, findet eine Studie heraus.

Eine Studie von Creative Strategies zeigt ein unerwartetes Problem mit Siri auf – dem Sprachassistenten gegenüber haben anscheinend noch viele Anwender Vorbehalten. So wollen laut der Ergebnisse nur drei Prozent der an der Studie beteiligten iPhone-Besitzer  Siri in der Öffentlichkeit benutzt haben. Vor anderen Leuten mit einer Maschine in Dialog zu treten, scheint noch eine große Hürde zu sein. 21 Prozent der Befragten haben Siri überhaupt noch nie benutzt, 34 Prozent nie OK Google und 72 Prozent niemals Cortana. Unter iOS-Nutzern hatten aber nur zwei Prozent noch niemals Erfahrungen mit Siri gemacht. Die Autoren der Studie haben dazu rund 500 Smartphone-Nutzer in den USA befragt.

Die Hemmungen, in der Öffentlichkeit seine Sprachassistentin zum Beispiel nach dem Ergebnis des zweiten Playoff-Finals der NBA zu fragen, kontrastieren ganz offensichtlich zu der hemmungslosen Telefoniererei, die seit Erfindung des Handys von der Telefonzelle in den öffentlichen Raum umgezogen ist. Anscheinend eine Frage der Gewöhnung, vor fünfzehn Jahren waren Handynutzer noch viel gehemmter, in der U-Bahn mit jemanden fernmündlich zu plaudern. Dank miniaturisierter und kabelloser Headsets scheinen heutzutage die Leute sogar Selbstgespräche zu führen, sofern sie nicht im Gehen auf ihre Displays schauen.

Ein weiteres Verhalten sieht man auch noch kaum in der Öffentlichkeit: Die Handgelenkstelefonie. Dabei ist das einer der praktischsten Nutzen der Apple Watch, dass man sein iPhone bei einem eingehenden Anruf nicht aus der Tasche fummeln muss, solange man kein Headset verwendet.

Im Auto hingegen haben laut Studie von Creative Strategies die Leute weniger Hemmungen, Siri und ihre Kolleginnen Cortana und OK Google zu verwenden – die Sprachassistenten dienen gewissermaßen als Freisprecheinrichtung und lassen das Telefon somit konform zur Straßenverkehrsordnung nutzen. Auch in den heimischen vier Wänden sind Siri und Co durchaus beliebt – bis zum Durchbruch auf der Straße sollte es aber nicht mehr allzu lange dauern.

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