1461343

High Performance Computing am Mac: Nvidia stellt CUDA vor

18.02.2008 | 12:43 Uhr |

In vielen Macs steckt deutlich mehr Leistung, als rechenintensiver Software an Power zur Verfügung steht: im Grafikprozessor, der sich bislang ausschließlich um die Grafikausgabe und deren Berechnung kümmert.

Bis jetzt: Nvidias CUDA-Technik soll nun auch am Mac dafür sorgen, dass die verborgenen Talente der Grafikkarte zur Geltung kommen. Als Co-Prozessor soll sie sich mit Hilfe spezieller Software und Treiber um fließkommaintensive Berechnungen kümmern. GPGPU gibt es ab sofort auch für Mac OS X 10.5.2.

Die Abkürzung "GPGPU" steht für "General Purpose Computation on Graphics Processing Unit" und erklärt das dahinter stehende Prinzip recht gut: Die Rechenleistung des Grafikprozessors (GPU) soll auch für allgemeine Zwecke ("general purposes") genutzt werden. Was auf Windows- und Linux-Systemen mit Hardware des Chipherstellers Nvidia bereits funktionierte, macht dieser nun auch auf Macs möglich: Gerüchte hatten im Vorfeld darauf hingedeutet ( wir berichteten ), nun steht CUDA als erste Betaversion wirklich für Mac OS X zur Verfügung. Entwickler, die sich CUDA herunterladen , finden in dem Paket einen C-Compiler für die GPU vor, einen Debugger, einen Profiler, Standardbibliotheken und einen speziellen Treiber für die Grafikkarte. Die aktuelle CUDA-Version arbeitet bereits mit der GeForce 8er-Serie und mit Quadro-Karten zusammen. Wer seine Software mit Cuda entwickelt, kann dafür sorgen, dass die GPU Algorithmen berechnet, für die normalerweise der Hauptprozessor zuständig ist und die nichts mit der Bildausgabe zu tun haben. Anwendungsbeispiele sind wissenschaftliche Berechnung mit hoher arithmetischer Dichte, Algorithmen aus der Mathematik, der Finanzwelt, der Forschung. Auch beim Rendering von Animationen oder beim Anwenden von Fotofiltern kann die GPGPU-Technik das Arbeiten deutlich schneller machen. Für Windows-PCs vermarktet Nvidia unter dem Namen Tesla bereits interne Karten und externe Boxen als Coprozessor, die die Grafikchips des Herstellers verwenden. Mit CUDA ist deren Verwendung in Zukunft auch am Mac denkbar, sofern Softwarehersteller ihre Programme dafür vorbereiten. Ein Hindernis dabei ist, dass es (noch) keine einheitlichen Spezifikationen gibt und sich die Veränderungen an der Software immer nur für die Zusammenarbeit mit den GPUs eines einzelnen Herstellers eignen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1461343