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Highlights auf der Macworld Expo

07.01.1998 | 00:00 Uhr |

Apple zeigte während der Eröffnungsveranstaltung (Keynote) zur Macworld Expo in San Francisco erstmals das neue Update des Macintosh-Betriebssystems. Mac-OS 8.1 soll im Februar ausgeliefert werden und schon davor zum Download bereitliegen. Wann die deutsche Version fertig wird, konnte Apple bis Redaktionsschluß nicht mitteilen. Mehr zu den Neuheiten von Mac-OS 8.1 erfahren Sie in Ausgabe 2/98 der Macwelt, die in den nächsten Tagen erscheint. In dieser Ausgabe berichten wir auch über Microsoft Office 98, das auf der Messe ebenfalls erstmals öffentlich vorgestellt wurde.

Das lange angekündigte neue Quicktime steht ebenfalls kurz vor der Auslieferung. Der Quicktime-Chefentwickler Peter Hoddie zeigte auf der Keynote neue Funktionen der Multimedia-Software, die momentan in der Beta-Version 3.0b11 angelangt ist, und berichtete von neuen Lizenzen.

Quicktime 3.0 erhält einen von der Firma Sorenson entwickelten Kompressor/Dekompressor (Codec) für Video auf CD-ROM oder im Internet. Auch das Telefonieren über Internet soll mit Quicktime und der von Qualcomm lizenzierten Purevoice-Technologie in höherer Qualität erfolgen als bei vergleichbaren Technologien. Die dritte von Apple erworbene Lizenz kommt von QDesign: Deren Musik-Codec QDMC komprimiert Audio-Dateien auf ein Prozent ihrer ursprünglich Dateigröße. Quicktime 3.0 soll noch im Februar in einer Standard- und einer kostenpflichtigen Pro-Version verfügbar sein.

Macromedia stellt Dreamweaver vor. Der Web-Editor (mehr dazu in Macwelt 2/98) ist seit einigen Tagen fertiggestellt, während Macromedia Version 8 des Grafikklassikers Freehand zwar am Stand zeigt, aber noch nicht ausliefert.

Die Branchengröße ATI Technologies und Ixmicro werfen neue Grafikkarten auf den Markt. Ixmicros bekanntestes Produkt, die Twin Turbo 128M, wird durch die ix3D-Linie abgelöst, die aus der Ultima Rez (8MB EDO-VRAM, 3D-Unterstützung, 700 Dollar), der Pro Rez (4 MB SGRAM, 360 Dollar) und der Einsteigerkarte Mac Rocket (280 Dollar) besteht. ATI schickt die preisgünstige Xclaim 3D ins Rennen. Die Karte gibt es in Konfigurationen mit 4 und 8 MB SGRAM und kostet ab 220 Dollar.

Neues auch von der Emulationsfront. Connectix zeigt die neue Version 2.0 der PC-Emulation Virtual PC. Diese ist zwischen 25 und 40 Prozent schneller als die derzeit erhältliche Version 1.01. Über Preis, Verfügbarkeit und das Erscheinen einer deutschen Version ist noch nichts bekannt. Auch Insignia Solutions stellte auf der Messe eine neue Version ihres PC-Emulators vor. Soft Windows 5.0 besteht aus der kürzlich als Real PC vorgestellten neuen CPU-Emulation mit MMX-Unterstützung und der bekannten Windows-Integration von Insignia. Die Preise werden sich voraussichtlich nicht ändern.

Großes Publikumsinteresse herrscht bei den Upgrade-Prozessorkarten, die beispielsweise aus einen 601-Power Mac mit 60 MHz Taktrate einen G3-Boliden machen. Newer Technologies zeigt seine Maxpowr-Linie; neu und die schnellste im Programm ist die 275-MHz-Karte mit 1 MB Backside-Cache. Bei 1:2-Cache-Taktung (183 MHz) kostet die Karte hierzulande 3600 Mark, mit 1:1 Cache-Taktung (275 MHz) stolze 5150 Mark.

Umax, der letzte noch aktive bedeutende Clone-Hersteller, sorgte für die einzige Rechner-Neuvorstellung auf der Macworld Expo. Das Gerät, das in etwa die Leistung des Power Mac 7300/200 bieten soll, hat einen 604 Power-PC-Prozessor und wird in den Staaten etwa 1600 Dollar kosten. Ausgestattet ist es mit 32 MB RAM und 4 MB VRAM, einer 3 GB-Festplatte und einem CD-ROM-Laufwerk sowie eingebauten Netzwerkfähigkeiten. ms

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