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Hinweis auf iTunes-Abo in der aktuellen Version

24.04.2015 | 14:17 Uhr |

Apple bereitet anscheinend den Start eines eigenen Streamingdienstes vor - wohl auf Basis von Beats Music. Erste Indizien sind in der aktuellen iTunes-Version zu finden.

Vor gut einem Jahr bestätigte Apple die seit Anfang April 2014 kursierenden Gerüchte über eine Übernahme von Beats Electronics und Beats Music, am 1. August 2014 wurde der drei Milliarden US-Dollar teure Kauf wirksam . Seither rätselt die Branche, wie Apple den Musikstreamingdienst in sein Ökosystem integrieren könnte. Des Rätsels Lösung steht wohl kurz bevor, die aktuelle iTunes-Version 12.1.2.27 zeigt womöglich schon jetzt eine Einstellung, über die man mit Apples künftigen Streaming-Service Geräte verknüpfen könnte.

Neu in iTunes 12.1.2.27: der Menüpunkt "iTunes Subscription". Mit seiner Apple ID soll man bis zu fünf Geräte für die Offline-Nutzung eines bisher nicht näher bekannten Abonnements konfigurieren können.
Vergrößern Neu in iTunes 12.1.2.27: der Menüpunkt "iTunes Subscription". Mit seiner Apple ID soll man bis zu fünf Geräte für die Offline-Nutzung eines bisher nicht näher bekannten Abonnements konfigurieren können.

In den Account-Einstellungen ist unter "iTunes in der Cloud" seit dem letzten Update ein neuer Punkt zu finden - der noch nicht einmal lokalisiert ist. "iTunes Subscription" erlaube es demnach, auf bis zu fünf Geräten aus der iCloud Songs für die Offline-Nutzung zu beziehen. Diese fünf Geräte könne man einmal im Jahr auf null zurücksetzen und haben offenbar nichts mit den für das Abspielen von iTunes-Käufen registrierten Geräten zu tun, die man einzeln von der Verknüpfung mit der Apple ID lösen kann.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Apple würde auf der WWDC Anfang Juni erklären, wie es mit iTunes Match, iTunes Radio (nur USA) und Beats Music weitergehen könnte . Bleiben alle drei Dienste bestehen, verschmelzen sie zu einem, wird iTunes Radio zugunsten eines neuen Abo-Dienstes eingestellt? Angeblich ziehen sich Verhandlungen mit den Rechteinhabern noch hin, Apple wollte demnach für Beats Music einen niedrigeren Preis als die derzeit üblichen zehn US-Dollar pro Monat aufrufen, stoße mit dem Vorhaben aber auf Widerstand . Völlig offen ist zudem, wie weit Apple hinsichtlich der Rechteverhandlungen für andere Länder als die USA gekommen ist. Zur Erinnnerung: Von der Eröffnung des iTunes Music Store im April 2003 bis zu den ersten Ablegern in Europa war über ein Jahr vergangen.

"iTunes Subscription" könnte auch nur ein Arbeitstitel sein. Sechs Wochen sind es noch bis zur WWDC, spätestens zur Entwicklerkonferenz dürfte Apple erklären, wie es mit iTunes und den diversen Arten des Musikkaufs und -abos weitergeht.

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