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Hitachi erweitert Produktionskapazitäten

26.05.2004 | 12:43 Uhr |

Hitachi will mit einer Investition von 200 Millionen US-Dollar die Produktionskapazitäten der Festplattenfabrik in Thailand verdoppeln.

Dort fertigt Hitachi Mini-Festplatten in Größen von 1 bis 2,5 Zoll. Dieser Ausbau sollte die Lieferprobleme beim iPod mini beheben: Greg Joswiak, Vizepräsident für Hardware Produktmarketing bei Apple sagte im März, dass Apple momentan fast die gesamte Produktion von Hitachis relativ neuen vier GB fassenden 1-Zoll-Platten aufkauft, um die unerwartet hohe Nachfrage nach iPod minis befriedigen zu können. Dies führte auch dazu, dass Apple den weltweiten Start-Termin des iPod minis von April auf Juli verschieben musste. Hitachi lieferte nach eigenen Angaben im ersten Quartal nur 200.000 Stück der "Microdrives" genannten Festplatten, die auch in Digitalkameras statt Compact-Flash-Karte Einsatz finden. Apple registrierte allein im Januar 100.000 Vorbestellungen für den iPod mini im Anschluss an dessen Vorstellung auf der Macworld Expo.
Hitachi will durch den Ausbau die Kapazitäten auf zwei Millionen Microdrives pro Quartal steigern.

Kommentar: Die Nachfrage nach Microdrives wächst, immer mehr mobile Geräte verwenden die kompakten Speicher mit hoher Kapazität.
Toshiba, Hitachis größter Konkurrent im Mini-Festplattenmarkt und Apples Lieferant für den iPod, hat unlängst die kleinste Festplatte der Welt mit 0,85 Zoll Durchmesser vorgestellt. Mit Cornice betritt ein neuer Wettbewerber, der ausschließlich Festplatten im Microdrive-Formfaktor produziert, den Festplattenmarkt. Spätestens wenn Microdrives als Speichermedien in Mobiltelefonen dienen, wird dieser Markt sehr attraktiv für alle Hersteller. Das starke Wachstum im Laptop-Markt hat ja mittlerweile auch dazu geführt, dass alle Festplattenhersteller 2,5 Zoll mit im Programm haben.

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