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Hochtechnologie fürs Wohnzimmer

22.08.2005 | 11:17 Uhr |

“Big Business im Zeichen des Berliner Bären” - so könnte man die Internationale Funkausstellung IFA umschreiben. Wenn sie vom 2. bis 7. September wieder mehr als eine viertel Million Besucher auf das Messegelände der Hauptstadt lockt, werden auch viele Händler dabei sein.

IFA Internationale Funkausstellung Logo
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In den Separees der Messestände werden dann Produkte fürs Weihnachtsgeschäft geordert und Milliarden umgesetzt. Doch während hinten schon Geschäfte gemacht werden, darf vorne noch geguckt werden. Und in den bunten Kulissen bekommt der Besucher einiges zu sehen.

Die IFA 2005 ist größer als ihre Vorgängerin: Lag die Zahl der Aussteller 2003 bei 1032, wird sie dieses Mal um 10 Prozent höher sein. Ebenso sieht es bei der gebuchten Ausstellungsfläche aus, sagt Jochen M. Stehle, Sprecher der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Frankfurt. Auch die Besucherzahl von gut 270 000 soll übertroffen werden. “Die Chancen stehen nicht schlecht, aber wir machen keine Vorhersagen.”

Voll wird es auf jeden Fall werden, etwa am Stand von Philips (Halle 22). Der niederländische Elektronikriese präsentiert unter anderem eine Wireless Music Center genannte Hifi-Anlage. Deren Herzstück - das eigentliche Center - verfügt über eine eingebaute 40-Gigabyte-Festplatte. Darauf kann die Musik von bis zu 750 CDs gespeichert werden. Über bis zu 5 via WLAN mit dem Center verbundene Stationen kann der Anwender zum Beispiel im Schlafzimmer oder in der Küche auf die Musiksammlung zugreifen.

Das Wireless Music Center steht exemplarisch für den Trend zur Vernetzung. “Das ist ein ganz wichtiges Thema”, sagt Stehle. Zu den Herstellern, die es aufgreifen, gehört Daewoo (Halle 7.2b). Mit einem so genannten Home Gateway sowie einer IP-Set-Top-Box sollen sich verschiedene Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgeräte verbinden und per Internet oder Handy von unterwegs steuern lassen.

Weitere Schwerpunkte sind nach Ansicht von Sharp-Sprecher Martin Beckmann in Hamburg Heimkino - neben Flachbildfernsehern repräsentiert durch Beamer und Surroundanlagen - sowie DVD-Rekorder. “Bei den DVD-Rekordern spielen Geräte mit eingebauter Festplatte die größte Rolle.” Die Tendenz geht zu Speichern mit mehr als 250 Gigabyte Kapazität. LG Electronics zeigt in Berlin einen DVD-Rekorder mit einem eingebauten Empfänger für DVB-T. Auch Lite-On wird eine neue DVD-Rekorder-Produktreihe präsentieren.

Zwar ist die DVD noch lange nicht obsolet. Doch potenzielle Nachfolger wie Blu-ray und HD DVD sind schon länger im Gespräch. NEC präsentiert auf der IFA das erste HD-DVD-Laufwerk für den PC. Es kann sowohl die neuen HD DVDs als auch herkömmliche DVDs und CDs abspielen.

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