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Hollywood möchte Tauschbörsennutzer kriminalisieren

19.03.2007 | 17:53 Uhr |

Die EU stimmt über einen Gesetzentwurf ab, der bei Urheberrechtsverletzungen harte Strafen vorsehen würde. Die Änderungsanträge des italienischen EU-Parlamentariers Nicola Zingaretti hätten eine konsequente Strafverfolgung auch privater Tauschbörsennutzer zur Folge.

Der Verein Foundation for a Free Information Infrastructure (FFII) kritisiert die eingebrachten Anträge als übereilt und wenig durchdacht. Der Gesetzentwurf würde in dieser Form Fälle von gewerblicher "Piraterie" nicht eindeutig definieren. Ante Wessels von FFII sagte, dass die geplanten Verschärfungen lediglich von der Film- und Musikindustrie begrüßt würden. Deren Vertreter würden die junge Generation, die Musik herunterlädt, gerne mit "kriminellen Piraten" gleichsetzen.

Der Verein FFII ruft in einem offenen Brief die Parlamentarier dazu auf, den Gesetzentwurf mit den Änderungsanträgen abzulehnen. Den Aufruf von FFII unterstützen unter anderem das Max-Plack-Institut für geistiges Eigentum, die Verbraucherschutzorganisation BEUC und der Telekommunikationsverband ETNO. Die Abstimmung über den Gesetzentwurf ist für den morgigen Dienstag, den 20. März, angesetzt.

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