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Hollywood und PC-Industrie wachsen zusammen

09.01.2006 | 09:50 Uhr

Auf der CES in Las Vegas haben Sony, Intel und Microsoft gezeigt: Die jahrelang beschworene Konvergenz zwischen Inhalten und Technologie-Anbietern könnte doch noch Wirklichkeit werden.

Die boomende Branche der Unterhaltungselektronik hat sich zum Jahresauftakt in Las Vegas in bester Show-Laune gezeigt. Mit einem Staraufgebot aus Hollywood zeigten die Großen der Branche wie Microsoft , Sony und Intel auf der Consumer Electronics Show (CES), dass das Eis in einem wesentlichen Punkt gebrochen ist. „Content ist alles“, brachte es Intel-Manager Don MacDonald auf den Punkt. Mit Stolz gaben die Unternehmen eine beachtliche Reihe von Kooperationen mit TV-Sendern und Medienunternehmen bekannt.

Und erstmals scheint ein fast verbrauchter Begriff nun doch noch Realität zu werden: Konvergenz. Mit neuen Standards, Geräte-Entwicklungen und Multimedia-Software sollen PC, Fernseher und Mobiltelefon problemlos kommunizieren können.

Die vielfach angekündigte Freiheit im Umgang mit digitalen Medien hatte bislang einen großen Haken: Die notwendige Technik steht bereit, aber aus Angst vor dem unkontrollierten Kopieren sträuben sich die Hollywood-Studios, ihre wertvollen Filme online zu verbreiten. „Inhalte und Technologie sind merkwürdige Bettgenossen“, sagte Sir Howard Stringer, Chef von Sony. „Wir hängen zusammen. Und manchmal verstehen wir uns nicht. Aber ist das nicht letztlich die Definition einer Ehe?“ Für den jüngst unter einen Hagel von Kritik geratenen aggressiven Kopierschutz seines Hauses entschuldigte sich Stringer offiziell. „Sony BMG hatte nicht die Absicht, den Konsumenten zu bestrafen.“

Intel, Microsoft und andere versuchten auf der CES zu beweisen, dass die Furcht in Hollywood inzwischen unbegründet ist: Die neue Intel-Plattform Viiv soll zum Beispiel die Übertragung von kopiergeschützten Medien über das Internet in die Wohn- und Arbeitszimmer bringen.

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