2181756

Homebutton aus Liquidmetal patentiert

09.03.2016 | 17:11 Uhr |

Eine spezielle Metalllegierung soll dem Homebutton des iPhone ein längeres Leben bescheren.

Sucht man auf Google nach "Home Button iPhone", schlägt die Suchmaschine als Ergänzung noch zusätzlich "defekt" oder "reparieren" vor. Nicht ohne Grund, denn der Knopf ist eine der beliebten Bruchstellen beim iPhone. Nun ist Apple diesem Problem nachgegangen und hat   eine neuartige Druckstelle aus der extra dafür gemachten Metalllegierung patentiert . Das System funktioniert denkbar einfach: Die Druckstelle ist leicht gewölbt, drückt der Nutzer auf die Knopfoberfläche, gibt diese Stelle nach, berührt den Boden aus einem leitfähigen Material. Apple spricht hier von Gold, der Stromkreis schließt sich, die Software versteht dies als ein Befehl. Die von Apple vorgeschlagene Legierung besteht bis zu siebzig Prozent aus Titan und Zirkonium,  in geringen Mengen beigemischt sind Eisen, Nickel, Kupfer und andere Metalle. Das Rezept ist schwammig gehalten, wohl damit die Konkurrenz die Mischung nicht sofort nachstellt. Apple erklärt, dass die vorgeschlagenen Legierungen gegenüber herkömmlichen Metallen elastischer sind und deutlich mehr einzelne Druckbewegungen aushalten als zum Beispiel eine vergleichbare Wölbung aus Titan. Da der Homebutton der meistgenutzte Knopf an einem "elektronischen Gerät" ist (gemeint damit ist iPhone oder iPad), erklärt Apple im Patent, ist eine hohe Strapazierfähigkeit sehr wichtig.

Das Patent ist erst gestern von dem US-Amerikanischen Patentamt freigegeben worden, eingereicht wurde die Beschreibung schon 2012. Es ist dabei offensichtlich, dass die Rechungung noch ohne Touch ID gemacht wurde. Die beiden Technologien dürfen sich nicht im gleichen Button in die Quere kommen, denn die Liquidmetal-Wölbung sollte unter einer beweglichen Button-Oberfläche eingebaut werden, diese ist im Patent nicht genauer spezifiziert und konnte unter anderem auch aus dem Touch-ID-Sensor sowie der Saphirglass-Oberfläche bestehen. Apple hat sich die Rechte auf die Liquid-Metal-Technologie bereits 2010 gesichert und patentiert seitdem unterschiedliche Anwendungen bei den Macs und iPhones . Eine der offensichtlichsten Liquid-Metal-Anwendungen ist den Nutzern vom iPhone 3G in die Hände gelegt: aus einem neuartigen Metall ist das SIM-Auswurfwerkzeug gemacht.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2181756