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Hüllen für das iPhone 6 und krumme Fernseher: IFA 2014

06.09.2014 | 23:44 Uhr |

Optimistische Hüllenhersteller, Bluetooth in jedem vorstellbaren Gerät und alles muss mindestens smart sein. Und connected. Die IFA 2014 in Bildern.

Am Freitag hat die IFA in Berlin eröffnet und dauert bis zum 10. September. Vorher gibt es bereits die Pressetage, mit Gesprächsterminen und Pressekonferenzen, während an den Messeständen noch geschraubt wird. Das bedeutet: ständig auf ihre Smartphones schauende Technikjournalisten, die wie durch ein Wunder doch nicht von einem Gabelstapler überfahren werden. Es kann auch passieren, dass der eine Messestand schon vollständig fertig aufgebaut ist und dort zu einer Veranstaltung geladen ist, während nebenan gehämmert und geschraubt wird – Pech!

Sobald die Messe geöffnet hat, ändert sich das Bild. Die IFA ist eine Publikumsmesse. Um das zu verdeutlichen: in der Sportzone der IFA griff sich ein Besucher gleich eine ganze Handvoll Bluetooth-Schrittzähler eines Herstellers vom Demonstrationstisch. Dies waren keine Giveaways, sondern die ausgestellten Produkte. Eine Frau des Unternehmens konnte den Mann davon abhalten, die Hälfte des Standinventars im schon gut gefüllten Rucksack verschwinden zu lassen.

Seit 90 Jahren findet die IFA unter dem alten Funkturm statt.
Vergrößern Seit 90 Jahren findet die IFA unter dem alten Funkturm statt.

Wie bei jeder Messe drehen sich Smalltalks meist nur um „Was ist der große Trend?“ Wie so oft in den letzten Jahren heißt die Antwort auch hier: alles, was irgendwie im weiteren Sinne "mobile", "smart" oder "connected" ist. Bedeutet: Gadgets für Haussteuerung, Bluetoothspielzeug  für Fitness und Sound und alles, wo man zur Not auf die abwegigste Weise eine App anbinden kann. Das soll nicht unbedingt negativ klingen, aber seit dem großen Aufbruch der Smartphones rotieren viele Hardwarehersteller rund um mobile Lösungen und alles entwickelt sich eher evolutionär dort herum als dass sich eine neue Revolution andeuten würde, die Unterhaltungselektronik erneut völlig neu durcheinander würfelt.

Unfertig: Während der Pressekonferenzen und Medientermine am Donnerstag sind viele Messestände noch Rohbauten. Dabei kommen bereits am nächsten Morgen die ersten Besucher zur IFA
Vergrößern Unfertig: Während der Pressekonferenzen und Medientermine am Donnerstag sind viele Messestände noch Rohbauten. Dabei kommen bereits am nächsten Morgen die ersten Besucher zur IFA

Die IFA ist keine Fachmesse wie die CES, die zwar auch auf nüchternen Handel setzt, aber stärker verspielt in Richtung Zukunft blickt. Für Technikfans gibt es zwar viel zu sehen, die utopischen, futuristischen Momente fehlen hier aber.

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