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"I Love You"-Autor kommt wohl ungeschoren davon

23.08.2000 | 00:00 Uhr |

Der Hauptverdächtige im "I Love You"-Fall, ein 23-jähriger Philipino, wird sich anscheinend nicht vor Gericht verantworten müssen.

Die USA verzichtet möglicherweise auf die
Auslieferung des möglichen Erfinders des Computervirus «I Love You»
aus den Philippinen. Der amerikanische Botschaftssprecher Thomas
Skipper sagte am Dienstag in Manila, er müsse mit seinem
Justizministerium klären, ob man aktiv werden wolle.

Er räumte aber ein, dass der Fall des philippinischen Computer-
Freaks nicht den Auslieferungsvoraussetzungen entspreche. Der
philippinische Staatsanwalt hatte tags zuvor entschieden, dass es
keine Rechtsgrundlage gäbe, gegen den Ex-Studenten vorzugehen. Erst
nach Verbreitung des Virus hatte Staatspräsident Joseph Estrada ein
Gesetz unterschrieben, das in den Philippinen Verbrechen im Internet
verfolgt.

Der 23-jährige Verdächtige hat bisher geleugnet, den Virus in das
Netz gestellt zu haben, der sich im Mai per E-Mail blitzschnell
weltweit auf Millionen Computern verbreitete. Dabei entstand ein
geschätzter Schaden von bis zu zehn Milliarden Dollar.
dpa

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