Von Daniel Kottmair - 01.07.2005, 14:27

IBM: Apples Behauptungen unwahr

IBM hat im Interview mit eWeek einige Stellungnahmen zu Steve Jobs’ Aussagen auf der WWDC bezüglich der PowerPC-Roadmap abgegeben.
Laut Rod Adkins, seines Zeichens Vizepräsident für Entwicklung in IBMs „Systems and Technology“-Abteilung gäbe es in der POWER-Architektur nichts, was einen stromsparenden effizienten Betrieb verhindern würde. Adkins zufolge könnte IBM alle von Apples Chip-Bedürfnissen abdecken, doch da Apple neben IBM zusätzlich von Freescale seine Chips bezogen hat war IBM eingeschränkt, was die Roadmap für Apple anging. IBM habe sehr eng mit Apple zusammengearbeitet in den Modellen, in denen ein G5 zum Einsatz kam oder kommen sollte.
Ausschlaggebend für Apples Entscheidung war wohl, dass Intel die richtigen Mobil-Chips hatte sagt Adkins und fügt hinzu, dass IBM dennoch die Technologie habe, einen konkurrenzfähigen Mobil-Chip auf Basis des G5 zu entwickeln.
eWeek zitiert des weiteren den Analysten Richard Doherty, der anmerkt, dass Intel Jobs eine Roadmap gezeigt haben könnte, die bisher noch nicht öffentlich ist. Eine solche Roadmap mit noch geheimen Chips hätte den Apple-Chef zu der für viele immer noch nicht nachvollziehbaren Entscheidung gebracht haben können.
IBM wird trotz der Differenzen weiterhin Chips an Apple liefern und gemeinsam mit ihnen noch mindestens eine Powermac-Desktop-Generation veröffentlichen. Hierbei wird wieder der inzwischen fast vergessene Dualcore PowerPC 970MP erwähnt. „Wir haben immer noch einige Produkte, die wir zusammen mit ihnen entwickeln“, so Adkins, der allerdings keine weiteren Informationen dazu geben will.
IBM verfolgt die PowerPC-Roadmap auch ohne Apple weiter. Nicht nur bei den kommenden Spielkonsolen, auch von ihrem sehr leistungsfähigen Power5-Chip bereitet IBM momentan eine neue, schnellereVersion (Power5+) vor, welche in 90 Nanometer gefertigt werden soll. IBM wird auch ihre „Power-Now“-Initiative weiter verfolgen, mit der eine breitere Akzeptanz der PowerPC-Plattform gefördert werden soll, beispielsweise durch ein Lizensierungsprogramm für IBMs Chip-Designs oder erschwingliche Entwicklerkits und Workstations.
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