931828

IBM, Sony, Toshiba nennen Details zur 'Cell'

08.02.2005 | 13:08 Uhr |

Eine von amerikanischen und japanischen Unternehmen entwickelte Computerchip-Technologie arbeitet den beteiligten Firmen zufolge mehr als zehn mal so schnell wie aktuell verfügbare Chips.

Am Montagabend (Ortszeit) wurde der "Cell" genannte Prozessor von den Entwicklern IBM, Sony und Toshiba in San Francisco vorgestellt.

Beobachter rechnen mit dem ersten Einsatz von "Cell" in 2006, wenn Sony den Chip für seine "Playstation 3" verwenden will. Der Prozessor werde aber auch unter anderem in Super-Computern oder hochwertiger Heimelektronik Anwendung finden. Intels Dominanz auf dem Markt für PC-Chips könne durch "Cell" gefährdet werden, hieß es.
Neun Prozessorkerne auf einem Chip sollen laut des Konsortiums eine zehnmal bessere Leistung als gegenwärtige PC-Prozessoren gewährleisten. Zentral arbeitet in der Cell ein 64-Bit Power-PC-Prozessor, acht weitere Prozessorkerne, die "synergistic processing elements" (SPEs) genannt werden, unterstützen den Kern. Dank Virtualisation unterstützen die neuen Kerne mehrere Betriebssysteme und Programmiermodelle.
Der Prototyp der Cell bringt es bereits auf eine Taktrate von 4,5 GHz, die Entwickler können noch nicht genau abschätzen, wie schnell das Endprodukt sein wird. Mehrere Prozessorkerne erlauben höhere Taktraten, da sie weniger Energie in Wärme umsetzen, herkömmliche Luftkühlung wie auch in der Playstation 2 wird genügen, diese abzuführen.
In hohen Stückzahlen werden IBM, Sony und Toshiba die Cell vermutlich erst produzieren können, sobald sie ihre Chipfabriken auf den 65nm-Prozess umgestellt haben. (dpa/pm)

0 Kommentare zu diesem Artikel
931828