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IBM ändert Lizenzmodell für Dual-Core-Prozessoren

25.04.2005 | 10:36 Uhr |

Als Intel und AMD ihre x86-Zweikern-Prozessoren vorstellten, hatte IBM noch angekündigt, diese CPUs hinsichtlich der Lizenzen für Server-Software wie einen Prozessor zu behandeln.

Das hat sich nun geändert: Zwei Kerne werden künftig wie zwei CPUs abgerechnet. Allerdings fährt IBM zweigleisig, denn die hauseigenen Power-5-Prozessoren, die ebenfalls mit zwei Kernen arbeiten und mittlerweile in der dritten Generation vorliegen, werden weiterhin wie ein System kalkuliert.

Der Wechsel IBMs macht deutlich, wie unsicher die IT-Branche noch in ihren Abrechnungsmodellen gegenüber der jüngsten Chip-Entwicklung ist. Während die Chip-Industrie selbst für eine Beibehaltung bisheriger Lizenzpraktiken auch beim Einsatz von Dual-Core-CPUs plädiert, um den Marktdurchbruch ihrer Produkte nicht zu gefährden, ist sich die Softwarebranche uneins. So betrachtet Microsoft die Zweikerntechnik weiterhin als einen Prozessor, während Oracle klar zu verstehen gegeben hat, dass man zwei Kerne wie zwei Prozessoren behandelt und entsprechend abgerechnet wird. (ue)

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