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IBM arbeitet an neuem Supercomputer

19.11.2002 | 11:11 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Seit Anfang des Jahres ist der von NEC gebaute "Earth Simulator" aus Japan mit einer Rechenleistung von 36,5 Tflops (Billionen Fließkommaberechnungen pro Sekunden) schnellster Rechner der Welt - mehr als viermal so schnell wie das zweitplatzierte US-System "ASCI Q" mit 7,7 Tflops. Das wollen die Amerikaner natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Das Energieministerium hat deswegen zur Supercomputing 2002 in Baltimore einen Vertrag über 290 Millionen Dollar mit IBM geschlossen, das für das Lawrence Livermore Laboratory zwei neue Numbercruncher bauen soll.
Der erste wurde auf "ASCI Purple" getauft und soll nach seiner für 2004 geplanten Fertigstellung als erster Rechner überhaupt mit der geschätzten Geschwindigkeit des menschlichen Gehirns von 100 Tflops arbeiten. "Dann sind wir wieder die Nummer 1", hofft Nicholas D'Onofrio, Senior Vice President of Technology bei Big Blue. Das gilt natürlich nur für den Fall, dass nicht inzwischen NEC oder eine anderer Hersteller eine noch schnellere Maschine aufsetzt. ASCI Purple soll übrigens wie die meisten amerikanischen Hochleistungsrechner vor allem dazu genutzt werden, Sicherheit und Zuverlässigkeit der alternenden Nuklearwaffen des Landes zu simulieren. weiter

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