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IBM beeindruckt Wall Street mit soliden Ergebnissen

17.10.2002 | 13:14 Uhr |

Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat die Wall Street mit relativ guten Ergebnissen beeindruckt. Im 3. Quartal dieses Jahres wurden 1,3 Milliarden Dollar (1,32 Mrd Euro) oder 76 Cent je Aktie verdient gegenüber 1,6 Milliarden Dollar oder 90 Cent je Aktie in der Vorjahresvergleichszeit. Der Umsatz fiel um ein Prozent auf 20,3 Milliarden Dollar, teilte die Gesellschaft am Mittwoch nach Börsenschluss mit.

IBM verkauft seine verlustbringende Festplatten-Laufwerksparte an die japanische Hitachi. Klammert man diesen Bereich und andere Sonderfaktoren aus, dann verdiente IBM aus dem laufenden Geschäft unverändert 1,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie erreichte auf dieser Basis 99 (Vorjahr: 97) Cent und hat damit die Analystenerwartungen von 96 Cent leicht übertroffen. Der Umsatz stieg auf dieser Berechnungsweise um 0,2 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar.

Marktkenner zeigten sich von der Widerstandsfähigkeit des Konzerns beeindruckt. IBM konnte sich mit seinem wichtigen Dienstleistungsgeschäft sowie mit den Computer-, Chip- und Softwaresparten gemessen an den Konkurrenten gut behaupten. Das Unternehmen hat in den vergangenen zwölf Monaten angesichts der schlechten Verfassung der Technologiebranche seine Kosten deutlich gesenkt, Stellen abgebaut, schlechte Geschäftsbereiche verkauft und die verlustbringende Chip-Sparte auf Vordermann gebracht.

IBM-Chef Samuel J. Palmisano verwies auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld. Das Unternehmen habe trotzdem gute Umsätze verbucht, den Gewinn pro Aktie gesteigert und Marktanteile gewonnen. Die IBM-Aktien sind nachbörslich um 7,8 Prozent auf 69,99 Dollar gestiegen.

Der Umsatz fiel in Nord- und Südamerika um zwei Prozent auf neun Milliarden Dollar und legte in der Region Europa/Naher Osten/Afrika um ein Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar zu. IBM setzte im asiatisch- pazifischen Raum 4,3 Milliarden Dollar um, plus drei Prozent.

Die wichtigste IBM-Sparte «Globale Dienstleistungen» erhöhte den Quartalsumsatz um zwei Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar. IBM hat die PriceWaterhouseCoopers Consulting für 3,5 Milliarden Dollar gekauft. Sie könnte im vierten Quartal eine Milliarde Umsatz beisteuern. IBM hat auch mehrere Software-Firmen übernommen.

Der Hardware-Umsatz fiel um ein Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar. Es gab Rückschläge bei Personal Computern. Der Chip-Umsatz stieg hingegen. Der Software-Umsatz fiel um drei Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar und der Umsatz der Finanzsparte um drei Prozent auf 795 Millionen Dollar.

Der Computerkonzern verbuchte in den ersten neun Monaten 2002 einen Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar oder 1,47 Dollar je Aktie. Das Unternehmen hatte in der Vorjahresvergleichszeit 5,4 Milliarden Dollar oder 3,03 Dollar je Aktie verdient. Der Neunmonatsumsatz fiel um sieben Prozent auf 58,9 Milliarden Dollar. dpa

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