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IBM in Nöten

09.04.2002 | 15:49 Uhr |

Schlechte Nachrichten aus Armonk: 'Big Blue' muss erstmals seit 1991 eine Umsatz- und Gewinnwarnung aussprechen.

Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat die amerikanischen Finanzwelt mit einer überraschenden Gewinn- und Umsatzwarnung für das erste Quartal 2002 in Unruhe versetzt.

Die Aktien des weltgrößten Computerkonzerns brachen deshalb am Montagmorgen an der New Yorker Börse um 9,75 Dollar oder zehn Prozent auf 87,50 Dollar ein. IBM begründete den Einbruch mit deutlichen Kürzungen bei Technologieaufträgen seiner Kunden.

IBM erwartet für das erste Quartal dieses Jahres einen Vorsteuergewinn von 1,65 Milliarden Dollar bis 1,75 Milliarden Dollar. Der IBM-Quartalsgewinn dürfte zwischen 66 Cents und 70 Cents je Aktie liegen gegenüber 98 Cents in der entsprechenden Vorjahreszeit.

IBM rechnet mit einem Umsatzrückgang auf 18,4 Milliarden Dollar bis 18,6 Milliarden Dollar (21,2 Mrd Euro). Im ersten Quartal 2001 hatte IBM 21 Milliarden Dollar umgesetzt.

Die Analysten hatten nach Darstellung der Wirtschaftsagentur "Bloomberg" mit einem Quartalsgewinn von 85 Cents je Aktie und mit einem Umsatz von 19,7 Milliarden Dollar gerechnet. Es war die erste Gewinnwarnung des Computer-Branchenführers seit Juni 1991.

IBM-Finanzchef John R. Joyce verwies auf ein sehr schwieriges geschäftliches Umfeld. Das erste Quartal sei traditionell die schwächste Zeit für Technologiekäufe. Viele IBM-Kunden hätten ihre Investitionsentscheidungen reduziert oder zurückgestellt bis eine andauernde Geschäftsverbesserung erkennbar sei. IBM legt seine Quartalsergebnisse am 17. April vor. dpa

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