Von Peter Müller - 19.04.2001, 00:00

IBM mit glänzender Bilanz

Die International Business Machines Corp. (IBM) hat
im ersten Quartal dieses Jahres 1,75 (3,9 Mrd DM/zwei Mrd Euro)
Milliarden Dollar verdient und damit den Gewinn der
Vorjahresvergleichszeit um 15 Prozent übertroffen. Der weltgrößte
Computerkonzern erfüllte damit die Erwartungen der Wall Street.
Der Umsatz wurde um neun Prozent auf 21 Milliarden Dollar
gesteigert, wie IBM am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte. Die
IBM-Aktien waren am Mittwoch um 6,80 Dollar auf 106,50 Dollar
gestiegen.
IBM steigerte den Umsatz in Nord- und Südamerika um sechs Prozent
auf neun Milliarden Dollar und den Umsatz in der Region Europa/Naher
Osten/Afrika um drei Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Bei
unveränderten Wechselkursen wäre dort der Umsatz sogar um elf Prozent
gestiegen. In Asien legte das Unternehmen um acht Prozent auf 4,3
Milliarden Dollar zu. Mit fremden Computerfirmen und anderen
Herstellern setzte IBM 2,1 Milliarden Dollar um.
Die Hardware-Umsätze stiegen um elf Prozent auf 8,5 Milliarden
Dollar. Im Dienstleistungsbereich gab es einen Anstieg um zwölf
Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar. IBM verbuchte in dem
Dreimonatsabschnitt neue Dienstleistungs-Abkommen mit einem Wert von
10,2 Milliarden Dollar und hatte am Ende des Quartals einen
Dienstleistungs-Auftragsbestand von 87 Milliarden Dollar.
Der Software-Umsatz stagnierte mit 2,9 Milliarden Dollar. Im
Finanzbereich gab es einen Umsatzanstieg um zwei Prozent auf 832
Millionen Dollar, während IBM mit seinen Unternehmensinvestments
einen Umsatzrückgang von 19 Prozent auf 276 Millionen Dollar hatte.
IBM-Chef Louis V. Gerstner verwies auf die breit gestreute
Produktpalette, innovative Produkte und den starken
Dienstleistungsbereich. «In Zeiten wie diesen hilft uns unsere Stärke
als diversifiziertes und von Dienstleistungen getriebenes
Unternehmen», betonte er.
Das Desktop-Computer-Geschäft litt jedoch nach seinen Angaben.
Dies sei nicht nur eine zyklische Frage. Es handele sich um ein
reifes Geschäft, das nicht mehr die Informationstechnologie-Branche
antreibe.
IBM sei sicherlich nicht gegen breite Abstriche bei Kundenausgaben
immun. Angesichts der jüngsten Resultate rechnet Gerstner jedoch
damit, dass IBM besser abschneiden wird als die meisten seiner
Konkurrenten, gleich wie sich der Markt sich in diesem Jahr
entwickelt.
dpa
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