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IBM mit höherem Quartalsgewinn

15.04.2003 | 09:16 Uhr |

Armonk, USA (dpa) - IBM hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2003 dank eines gut laufenden Computerdienstleistungs- und Softwaregeschäfts und zwei großen Akquisitionen kräftig erhöht. Der weltgrößte Computerkonzern steigerte den Quartalsumsatz gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um elf Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar (18,8 Mrd Euro).

Die Übernahme der Software-Firma Rational Software und der Kauf der Consulting-Sparte des Wirtschaftsprüfers PricewaterhouseCoopers trugen mit zu dem weiteren Ausbau des Computerdienstleistungs- und Software-Geschäfts bei. IBM senkte auch seine Kosten deutlich. Der Umsatz lag etwas höher als die Wall-Street-Prognose von rund 19,9 Milliarden Dollar. IBM hatte im vergangenen Jahr seine Festplatten-Laufwerksparte verkauft.

Der weltgrößte Computerkonzern verdiente im Zeitraum Januar-März 1,4 (Vorjahresvergleichszeit: 1,2) Milliarden Dollar oder 79 (68) Cent je Aktie. Das entsprach einer Gewinnsteigerung von rund 16 Prozent. Allerdings hatten die Analysten mit 80 Cent je Aktie Gewinn gerechnet. Die IBM-Aktien legten am Montag um 1,32 Dollar auf 80,07 Dollar zu. Nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse stieg der Aktienkurs nachbörslich um 33 Cent auf 80,40 Dollar.

IBM steigerte seinen Umsatz in Nord- und Südamerika um 5 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar. Das Unternehmen legte in der Region Europa/Naher Osten/Afrika um 23 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar zu. Klammert man Wechselkursveränderungen durch den schwächeren Dollar aus, dann stieg der Umsatz dort allerdings nur um 3 Prozent. IBM erhöhte den Umsatz in Asien um 14 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar.

Die IBM Global Services, die Computerdienstleistungen für andere Unternehmen und Kunden durchführt, verbuchte in der Berichtszeit 12 Milliarden Dollar Neuaufträge. Der Umsatz erhöhte sich massiv um 24 Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Die Sparte stellte damit mehr als die Hälfte des IBM-Gesamtumsatzes. Die Dienstleistungssparte betreibt Computer-, gesamte Informationstechnologie- und Websparten für andere Firmen. Der Software-Umsatz legte um 8 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar zu.

Im Hardware-Bereich gab es dagegen einen Umsatzrückgang um ein Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Der Verkauf von Großrechnern schrumpfte, weil Kunden Informationstechnologie-Aufträge zurückstellten. Außerdem drückte die erwartete Einführung einer neuen Großcomputer-Serie das Geschäft. Der Mikroelektronik-Umsatz schrumpfte ebenfalls. Die Gesellschaft hatte zum Quartalsende 5,6 Milliarden Dollar liquide Mittel verfügbar.

IBM wolle die Analysten-Schätzungen für Gewinn und Umsatz im Jahr 2003 erreichen, gab Finanzchef John Joyce nach Angaben der US-Wirtschaftsagentur Bloomberg zu verstehen. Die von Thomson Financial befragten Analysten erwarten in diesem Jahr einen Gewinn von 4,32 Dollar je Aktie und einen Umsatz von 87,8 Milliarden Dollar.

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