895198

IBM schließt Werk in Mainz

16.01.2003 | 12:44 Uhr |

München/dpa- Der Computerkonzern IBM gibt seinen letzten Produktionsstandort in Deutschland auf. Das Werk in Mainz soll Ende 2003 geschlossen werden, bestätigte ein Sprecher von IBM Deutschland am Donnerstag in Stuttgart. Demnach werden mehr als 1000 Stellen abgebaut, rund 500 Beschäftigte in der Produktion von Speichersystemen wechseln in andere Geschäftsbereiche am Standort Mainz. Die betroffenen Mitarbeiter sollen über freiwillige Programme ausscheiden, allerdings seien in Einzelfällen auch Entlassungen nicht ausgeschlossen.
IBM brachte seine Sparte für Festplatten-Laufwerke 2002 in ein weltweites Joint Venture unter Führung von Hitachi ein. Zum Jahresende läuft der Zuliefervertrag des Mainzer Werks mit dem japanischen Unternehmen nach sechs Quartalen ab. IBM beschäftigt in Deutschland etwa 26 000 Mitarbeiter, am Standort Mainz sollen es künftig rund 2000 sein, die unter anderem im Vertrieb und Service tätig sind. Von seinen übrigen deutschen Produktionsstätten hatte sich IBM größtenteils in den 1990er Jahren getrennt. Gleichzeitig richtete Big Blue seine Strategie stärker auf Software und Dienstleistungen aus. (dpa)

0 Kommentare zu diesem Artikel
895198