Von Ole Meiners - 11.09.2007, 17:15

IBM stärkt OpenOffice.org

Während Microsoft mit seinem Office-Quasi-Monopol und der Zertifizierung des Office-Open-XML-Formats auf immer mehr Skepsis stößt, erhält die Open-Source-Community von Open Office neue Mitstreiter. Die "Mutter aller Computerfirmen" IBM tritt der Community bei und bringt Programmcode von Lotus Notes in das Projekt ein.
Keine andere Open-Source-Anwendung ist so beliebt wie OpenOffice.org: Die kostenfreie Alternative zu Microsoft Word, Excel und PowerPoint arbeitet auf nahezu jeder Plattform und bald auch ohne Zuhilfenahme der X11-Umgebung am Mac. Mittlerweile entwickelt sich die Konkurrenz zwischen dem kommerziellen Produkt und der "freien" Software zu einem Politikum, zumal das Open Document Format (ODF) von vielen Fachleuten als das bessere Dateiformat angesehen wird als OOXML von Microsoft.

Immer häufiger ziehen Privatleute wie Institutionen oder Firmen das kostenfreie OOo dem kommerziellen Office aus Redmond vor. Nun entscheidet sich auch IBM, die Mutter aller Computerkonzerne, den Weg in die Community anzutreten. Nachdem Sun im Frühling mit der personellen Unterstützung des OOo-Mac-Teams ein deutliches Zeichen gesetzt hat, folgt jetzt IBM - und bietet Lotus-Notes-Bestandteile den Entwicklern an.

Bereits seit mehreren Jahren nutzt IBM allerdings die Arbeit des Open-Source-Projekts, ohne sich daran zu beteiligen, Beobachter bewerten die Entscheidung als überfällig. Mit der Kooperation zwischen OpenOffice.org und IBM könnte die freie Office-Suite sich auch besser gegen Outlook - oder die Mac-Variante Entourage - aufstellen. Lotus Notes ist der Klassiker unter den Groupware-Programmen zur elektronischen Kommunikation, OpenOffice hat bislang kein entsprechendes Werkzeug zu bieten.
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