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IBM stoppt Mac-OS-Lizenzierung

15.09.1997 | 00:00 Uhr |

IBM wird möglicherweise die Sublizenzierung des Mac-Betriebssystems an andere Computerhersteller einstellen. Das verlautete aus firmeninternen Quellen. Doch wird der Konzern auch weiterhin Power-PC-Prozessoren entwickeln und fertigen.

IBM hatte 1996 neben Motorola von Apple das Recht erhalten, das Mac-Betriebssystem an andere Firmen weiterzulizenzieren. Zu IBMs Lizenznehmern zählt beispielsweise die taiwanische Firma Tatung.

"Unsere ursprüngliche Absicht war es zu helfen, daß der Mac-Markt wächst. Deshalb habern wir Prozessoren entwickelt und Lizenzen vergeben. Doch weshalb sollten wir weiter Lizenzen vergeben, wenn der Mac-Markt nicht mehr wächst", so die rhetorische Frage eines IBM-Mitarbeiters.

Nachdem es nahezu aussichtslos erscheint, daß Apple neue Hardware-Designs zertifiziert und eine Lizenz für die Nutzung von Mac-OS 8 erteilt, ist IBM nicht mehr in der Lage, seine Kunden mit Produkten zu beliefern, die gewährleisten würden, daß diese wettbewerbsfähig bleiben.

Was die Power-PC-Prozessoren, die IBM zusammen mit Motorola entwickelt, betrifft, so dementierte der Konzern Berichte, deren Weiterentwicklung einstellen zu wollen. "Wir werden auch weiterhin Prozessoren für Apple entwickeln und fertigen", sagte eine Firmensprecherin. "Wir sind dabei, neben den bereits angekündigten CPUs eine neue Generation von Prozessoren zu entwickeln." ab

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