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IBM und Freescale kommentieren den Apple-Umstieg

08.06.2005 | 00:00 Uhr |

Apples momentane Prozessorhersteller haben Stellungnahmen zum geplantem Umstieg auf Intel abgegeben. Sowohl Freescale als auch IBM wollen nun mehr auf andere Geschäftsbereiche fokussieren.

IBM unbeeindruckt
Vergrößern IBM unbeeindruckt

Michael Mayer, CEO von Freescale, wandte sich in einem Memo an die Mitarbeiter der Firma. Mayer drückt zwar sein Bedauern zu dieser Entscheidung aus, wiegelt aber auch deren Bedeutung ab. Apple stelle ja "nur 3 Prozent" der Einkünfte von Freescale. Außerdem seien Freescales Einkünfte durch Apple in den letzten Jahren unverändert oder gar schrumpfend gewesen, während die Kosten der Chips für Apple stiegen.

Mayer sagt weiter, dass Apples Entscheidung in keinster Weise die außergewöhnliche Leistung von Freescales PowerPC-Produkten beeinflusst. Apple habe weniger als drei Prozent Marktanteil, deshalb verstehe Freescale ihre Entscheidung das dominierende PC-Prozessor-Ökosystem zu ihren Gunsten zu nutzen.

Freescale würde sich nun weiter auf die Embedded-Bereiche konzentrieren in denen sie den größten Teil ihres Umsatzes generieren.

Auch Cnet hat Freescale und IBM um Stellungnahmen gebeten. Tim Doke von Freescale sagt dort, dass die Entscheidung nach 20 Jahren Zusammenarbeit mit Apple keine Überraschung für Freescale war. Ihnen war klar, dass sie einen Punkt erreichen, an dem sich die Wege beider Firmen trennen. Doke kündigte zusätzlich an, dass Freescale eine weitere Serie an G4-Chips für iBooks und Mac minis bauen wird, Powerbooks und eMacs wurden nicht erwähnt, eventuell ein Hinweis auf doch noch kommende G5-Modelle?

Glen Brandow von IBM sagt, dass Apples Entscheidung wenig schlaflose Nächte bei "Big Blue" verursachen wird. Denn IBM würde die PowerPC-Architektur mit Nachdruck vom PC zu neuen Ufern wie beispielsweise den Next-Generation-Spielkonsolen von Sony, Nintendo und Microsoft treiben.

Beide Firmen werden nach eigener Aussage versuchen die wegfallende Apple-Produktion durch andere Wachstumsbereiche wie etwa Telematik in Automobilen zu kompensieren. Freescale bekundete bei der Frage auch großes Interesse an Kommunikationsprozessoren wie sie etwa in Base Stations eingesetzt werden.

Info Freescale Michael Mayer Memo

C|net mit Stellungnahmen von Freescale, IBM, Microsoft und anderen

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