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IBM unterstützt Open-Source-Community mit Tools

27.07.2015 | 09:28 Uhr |

Die neue cloudbasierte Plattform Developer Works Open von IBM gibt Entwicklern 50 frei zugängliche Tools und Services an die Hand.

Big Blue, wie IBM nach seinem Logo auch gern genannt wird, hat einen weiten Weg hinter sich. Vom marktbeherrschenden Anbieter großer Mainframes hin zum Apple-Konkurrenten durch Personalcomputer, die als PCs und der Bezeichnung ”IBM-kompatibel” zum Synonym und Quasistandard von Computern zuhause und beruflich wurden, dann als ”Big Brother”-Unternehmen durch den legendären Macintosh-Werbespot 1984 durch Apple geradezu angefeindet, haben die beiden Firmen inzwischen zu einer konstruktiven Zusammenarbeit im Bereich Enterprise Mobility gefunden. Hier arbeiten die beiden Konzerne durch iOS-Apps für Unternehmen Hand in Hand, und Apple ist inzwischen die teuerste Marke der Welt. Eine unglaubliche Entwicklung.

Neue IBM-Plattform für Entwickler

Doch auch IBM hat sich stark verändert und arbeitet nicht nur mit dem einstigen Erzfeind, sondern auch der Open-Source-Szene eng zusammen. So will es Big Blue nach eigener Auskunft Unternehmen leichter machen, noch stärker auf Lösungen aus der Cloud zu setzen. Die freien IBM-Applikationen richten sich an Branchen wie Gesundheit, Mobile und den Einzelhandel sowie Versicherungen oder Banken. Entwickler haben demnach über Developer Works Open jetzt Zugriff auf aktuelle IBM-Technologien und Expertenwissen. Darüber hinaus kann die Open-Source-Community weltweit über die cloudbasierte Plattform zusammenarbeiten und Programmierer können neben Quellcodes auch Blogs, Videos und andere Tools nutzen, um ihre Projekte voranzutreiben. Ferner stellt IBM selbst eine Reihe von Applikationen bereit.

Analytics und Cloud von IBM

Auch Analytics-Technologien gehören zu den neuen Open-Source-Angeboten von IBM: Darunter Activity Streams, ein Tool, das analysiert, wie Nutzer mit einer Applikation und untereinander interagieren; der Agentless System Crawler, der eine einheitliche Umgebung für die Analyse und Überwachung von Cloud-Umgebungen bietet; oder IBM Analytics for Apache Spark für gebündelte Analytics-Power. Ebenfalls frei zugänglich macht IBM ach eigener Auskunft den Cloud-Service IBM Object Storage on Bluemix Service Broker für schnellen Zugriff auf verteilte Daten in der Cloud und die Integration von OpenStack Object Storage (Swift) und Cloud Foundry.

Die Plattform Developer Works Open soll es Unternehmen aller Branchen ermöglichen, die Vorteile der Cloud zu nutzen, ohne an einen bestimmten Anbieter und dessen Standards gebunden zu sein. Freie und offene Technologien sind der Schlüssel dafür, schreibt IBM in seiner Pressemitteilung .

Außerdem weist IBM darauf hin, dass das Engagement für Open Source so neu gar nicht ist: seit über 20 Jahren sei das Unternehmen in dieser Bewegung aktiv. Dabei arbeitet IBM mit tausenden zertifizierten Entwicklern zusammen und unterstützt sie dabei, Anwendungen bereitzustellen, die sich an den Anforderungen der jeweiligen Unternehmen orientieren und echte Business-Probleme lösen, so das Unternehmen in seiner Einschätzung der Zusammenarbeit.

I n einem kurzen Video stellt ein IBM-Manager das Projekt vor .

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