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IBM veröffentlicht erste Power5-Benchmarks

14.07.2004 | 09:43 Uhr |

IBM hat ein PDF mit Testergebnissen der neuen pSeries-Rechner mit Power5-CPU veröffentlicht. Die Ergebnisse beeindrucken.

Im "SpecFP"-Test der Spec-Suite erreicht der Power5 mit 1,9 GHz 2702 peak und 2576 base, 22 Prozent über dem bisherigen SpecFP-Spitzenreiter HP Integrity rx2600 mit 1,5 GHz Itanium 2 (2161 peak und 2161 base). Auch im Multiprozessor-Test "Spec_rate" schneidet der Power5 ausserordentlich gut ab: In "SpecINT_rate" für 4fach-Systeme erreicht er 76,3 peak und 74,5 base (bestes bisheriges System: Itanium 2 1,5 Ghz mit 63,4/64,2), bei 16fach Systemen gar 294/273 (Itanium 2: 229/229). In "SpecFP_rate" kommt IBMs neuer Wunderchip mit 4 CPUs auf die Werte 130/125, während ein SGI-Itanium 2 System nur 82,7/82,2 erzielt, bei 16 CPUs kommt der Power5 auf 460/438 (bestes bisheriges System: SGI Itanium 2, 329/327). Ein "SpecINT"-Ergebnis steht noch aus.

Im Datenbank-Benchmark TPC-C liegt der 1,9 GHz Power5 42 Prozent vor dem bisherigen Spitzenreiter bei 4-CPU-systemen, einem HP Integrity rx5670 mit 1,5 GHz Itanium 2. Bei 8-CPU-Systemen erreicht der Power5 211 Prozent der Leistung eines Bull Novascale 5080 mit Itanium 2 1,5 GHz. Bei 16-fach Systemen übertrifft der Power5 den bisherigen Rekord noch weiter und kommt auf 261 Prozent eines Unisys ES7000 Aries 420, ebenfalls mit Itanium 2 1,5 GHz, ein besseres Ergebnis, als es das beste bekannte 32- und alle bis auf ein 64-fach Itanium-System erreicht.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Java-Benchmark "SpecJBB2000", im SAP "SD 2-tier" Benchmark und in Linpack. In letzterem erreichte der Power5 mit 4 CPUs 27,5 GFLOPS, mit 8 CPUs 53,8 GFLOPS und mit 16 CPUs 103,1 GFLOPS im HPC (High Performance Computing)-Linpack für Cluster, damit skaliert der Power5 fast linear mit der Anzahl der CPUs und hat in allen drei Kategorien die Führung. Zum Vergleich: Ein 32-CPU-System mit Itanium2 1.5 GHz schafft laut Intel 156 GFLOPS.

Diese Ergebnisse, die IBM wohl bald bei allen jeweiligen Institutionen zur "Absegnung" einreichen wird, katapultieren die PowerPC-Architektur wieder an die Spitze des Feldes. Gute Aussichten für Apple, denn auf dem Power5 dürfte der für 2005 erwartete G5-Nachfolger basieren. Findige Entwickler haben übrigens inzwischen schon in der Tiger Preview Unterstützung für eben jene SMT-fähige G5-Nachfolger-CPU entdeckt: Wenn man im Tiger-Terminal 'sysctl -a' eingibt sieht man eine Unterscheidung zwischen physikalischen und logischen CPUs, was die Grundlage für SMT-Unterstützung ist.

Info IBM-Testergebnisse , Arstechnica-Thread über SMT in Tiger

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