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Gericht sieht "irreparablen Schaden" durch Papermaster

26.11.2008 | 15:22 Uhr |

Mark Papermasters Wechsel zu Apple habe seinem Ex-Arbeitgeber irreparablen Schaden zugefügt. Dieser meinung ist das Gericht, das derzeit den arbeitsrechtlichen Streit zwischen IBM und dessen Ex-Manager verhandelt.

Drei Wochen, nachdem ein Gericht Apples neuen Vizepräsidenten für Hardwareentwicklung von iPod und iPhone die Arbeit bei Apple verboten hat, sind Details der Urteilsbegründung öffentlich geworden. Richter Keneth Karas sieht die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass Papermaster bei Apple IBM einen irreparablen Schaden zufügen könne. Der Manager wisse zuviel über IBMs sensibelste und geschützteste technische und strategische Geheimnisse.

Der Richter weist auch Papermasters Argumentation zurück, dass es sich bei Apple und IBM um keine direkten Konkurrenten handele. Selbst wenn Papermaster bei Apple keine neuen Chips entwickle, spiele sein derartiger Background bei seiner neuen Stelle eine gewichtige Rolle. "Es ist wahrscheinlich, dass Papermaster aus seiner Erfahrung mit Mikroprozessoren Profit ziehen werde," führt der Richter aus. Die Power-Prozessoren nennt Karas die "Kronjuwelen" von IBM, zwar gebe es keine Beweise, dass Papermaster bereits Geheimnisse verraten habe, aber es bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass er seinen früheren Arbeitgeber schädigen werde.

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