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IDC nimmt Prognosen für 2008 zurück

11.02.2008 | 17:05 Uhr

Angesichts der sich verschlechternden Wirtschaftslage hat das Marktforschungsinstitut IDC seine Prognose für dieses Jahr reduziert.

Der weltweite IT-Markt soll nach Einschätzung der Auguren nun noch um fünf Prozent auf 1,38 Billionen Dollar anwachsen. Für 2007 hatte IDC noch sechs Prozent Plus ermittelt. In den USA, die besonders unter ihrer hausgemachten Kreditkrise leiden, soll das Wachstum gar auf vier Prozent sinken. Im Dezember hatte IDC für 2008 noch ein weltweites Wachstum von 5,5 bis sechs Prozent prognostiziert, für die Vereinigten Staaten einige Monate zuvor 5,5 Prozent.

"Es gibt zwar noch Diskussion um die Stärke und Dauer einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA", kommentierte Stephen Minton, Vice President bei der Markforschungsfirma aus Framingham, Massachusetts. "Aber wir wissen, dass der IT-Markt von jeglicher signifikanter Abschwächung nicht ungeschoren bleiben wird."

Die Performance der Hersteller könne dies unter Umständen durch Zuwächse in Schwellenmärkten und den schwächelnden Dollar abfedern, so Minton. Es gebe aber auch Anzeichen für schwächere Märkte in Europa und Japan. Und jedwede US-Rezession werde Folgen für die meisten größeren Volkswirtschaften und IT-Märkte haben.

IDC erwartet ferner, dass der US-amerikanische PC-Markt in diesem Jahr um fünf Prozent rückläufig sein wird nach immerhin noch zwei Prozent Wachstum im Jahr 2007. Geringeres Wachstum prognostizieren die Experten überdies für die US-Verkäufe von Software, Dienstleistungen, Storage, Servern sowie Netzausrüstung. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der USA in den kommenden Wochen noch verschlechtern, gelte dies im Übrigen auch für die Prognose. Platz nach oben hin wäre zumindest im zweiten Halbjahr aber ebenfalls, vorausgesetzt die US- und globale Wirtschaftslage würde sich rasch erholen. (tc)

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