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IFA startet mit großen Erwartungen

01.09.2006 | 11:03 Uhr |

Die 46. Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin startet am Freitag mit großen Erwartungen der Industrie und dem Versprechen einer besseren und einfacheren digitalen Unterhaltung für die Verbraucher. Zugpferd der Branche sind nach wie vor die flachen Fernsehgeräte, die in der ersten Jahreshälfte kräftige Zuwachsraten verbuchten.

Die neuen Fernseher und andere Geräte sollen eine noch bessere Qualität und eine bequemere Bedienung liefern. Es ist das erste Mal, dass die IFA im Jahresrhythmus veranstaltet wird. Nach starken Absatzzahlen im ersten Halbjahr hofft die Industrie an den sechs Messetagen in den Hallen unter dem Funkturm auf volle Auftragsbücher für das wichtige Weihnachtsgeschäft. Bei der IFA im vergangenen Jahr wurde für insgesamt 2,5 Milliarden Euro geordert. Umsatzbringer Nummer eins sollen weiterhin flache Fernsehgeräte sein. «Flache Bildschirmtechnologie entwickelt sich zum marktbestimmenden Faktor», beschrieb Philips-Deutschlandchef Hans-Joachim Kamp zum IFA-Beginn die Richtung. In Europa habe die Branche knapp 52 Prozent des Umsatzes im ersten Halbjahr mit diesen neuen TV-Geräten erzielt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel rief die Branche zur offiziellen IFA-Eröffnung auf, Geräte mit einfacherer Bedienung zu bauen und kundenorientierter zu sein. «Machen sie es dem Kunden nicht zu schwierig, und da wo es schwierig ist, bieten sie ihm Kundenservice an.» Merkel (CDU) würdigte die IFA als «erstklassiges Schaufenster der deutschen Innovationskraft». Es sei wichtig, dass sie jetzt im Jahresrhythmus stattfinde und internationale Leitmesse bleibe. Positiv für die Industrie: Kunden greifen tiefer in die Tasche. «Der Konsument ist bereit, für die neue Technologie mehr Geld auszugeben», betonte der Aufsichtsratschef des Branchenverbands gfu, Rainer Hecker. Denn flache TV-Fernseher sind teurer als alte Röhrengeräte. «Und die Konsumenten kaufen grundsätzlich größere Geräte», sagte Hecker, der auch Chef des Fernseher-Herstellers Loewe ist. «Früher waren 72 Zentimeter Bilddiagonale Standardmaß für die Wohnzimmergeräte, heute beginnt es bei den Flachgeräten mit 80 Zentimetern.»

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