2180788

ISIS hackt das falsche Google

04.03.2016 | 13:29 Uhr |

Eine IS-Hackergruppe behauptete für eine Serie von Online-Attacken verantwortlich zu sein. Unter anderem will die Gruppe auch Google gehackt haben. Wie sich jedoch kurz darauf herausstellte, hat der IS das falsche Google erwischt.

Unter dem Namen „Cyber Caliphate Army“ hatte eine Hackergruppe über die bei ISIS-Anhängern sehr beliebte Messenger-App Telegram angekündigt, dass sie am Montag Google angreifen würden. Laut Vocativ verkündete die Gruppe: „Wir halten unser Versprechen. Inshallah, erwartet uns heute“. 

Dieses Versprechen konnten die IS-Hacker allerdings nicht einhalten. Stattdessen hackten sie die Website http://addgoogleonline.com, welche auf einen Inder namens Gandani K. registriert ist. Am Montag morgen zeigte die Seite neben der Nachricht „Hacked By: CCA“ außerdem das Logo der Hackergruppe. Im Hintergrund war ein französischer Song des Islamischen Staates zu hören.

Die Website wurde daraufhin erneut gehackt. Versucht man die besagte Webseite aufzurufen, erscheint zunächst ein Infofenster, in welchem eine Nachricht an den IS steht: „Nimm das, ISIS ,/,“.  Klickt man anschließend auf „OK“ wird man auf die Seite weitergeleitet. Dort schreibt die Hackergruppe „n3far1ous“, dass Sicherheit nur eine Illusion sei. Nachdem die Namen der Hacker aufgelistet sind, findet man schließlich das Zitat „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“

Nachdem die IS-Hacker die Seite hackten, machte sich eine weitere Hackergruppe an der Seite zu schaffen und verspottete den IS.
Vergrößern Nachdem die IS-Hacker die Seite hackten, machte sich eine weitere Hackergruppe an der Seite zu schaffen und verspottete den IS.

Im Zuge eines weiteren Racheakts hatte die Hackergruppe es auf 35 weitere britische Websites abgesehen. Laut der Cyber Caliphate Army sollen die Angriffe auf eine Reihe scheinbar zufällig ausgewählter Webseiten eine Nachricht an David Cameron, den britischen Premierminister, sein. Außerdem solle damit der Tod eines britischen Jihadisten namens Junaid Hussein gerächt werden. Dieser wurde letztes Jahr durch einen Luftangriff der US-Luftwaffe getötet. Die Webseiten, die für den Rachefeldzug ausgewählt wurden, waren die eines Salons, eine Seite, auf der eine Anleitung für japanischen Tanzunterricht angeboten wurde,  sowie die eines Geschäfts, welches Schlafzimmermöbel verkauft.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2180788