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Streit um Urheberrechtsabgabe: Macs und iPods sollen teurer werden

24.09.2008 | 15:58 Uhr |

In wenigen Tagen werden Macs und iPods in Deutschland teurer, schreibt das Informationsportal IT-Business: Weil sich Apple weigert, die Distributoren von nachträglich erhobenen Urheberrechtsabgaben freizustellen, wollen diese in Zukunft einen Risiko-Zuschlag erheben.

Distributor Ingram Micro erhöhe die Preise ab 1. Oktober, Tech Data ziehe nach. Pro iPod würden damit 3 bis 25 Euro mehr fällig, pro Rechner rund 40 Euro - plus Mehrwertsteuer und Marge.

Die auf der Seite IT-Business erhobenen Vorwürfe sind deutlich: "Was Apple seinen Händlern zumutet, ist nicht mehr cool, sondern arrogant." Zwar sei die zum Jahresbeginn in Kraft getretene Neuregelung der Urheberrechtsangabe undurchsichtig, außer Apple aber schützten alle Hersteller ihre Geschäftspartner vor dem Risiko einer Nachforderung. Ingram Micro habe sich nun nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Hersteller in einem Brief an eine Reihe von Händlern gewandt und angekündigt, den Risiko-Zuschlag in Zukunft in Rechnung zu stellen. Konkrete Zahlen enthalte dieser Brief nicht, bei den oben genannten Aufschlägen handelt es sich um nicht näher genannte "Angaben aus dem Markt". Noch steht nämlich nicht fest, wie hoch die Abgaben sein werden, die rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres abgeführt werden müssen. Gerichte und Ausschüsse versuchen derzeit, diese Frage zu klären.

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