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IT-Manager unterschätzen Spyware

28.05.2004 | 15:22 Uhr |

In den vergangenen Jahren hat sich dank Internet eine neue Form von Software etabliert, die so genannte Spyware.

Spyware ist - oft etwas zwielichtige - Software, die ohne Wissen und ausdrückliche Zustimmung des Users Daten ins Internet schickt oder von dort lädt. Als Spyware gelten beispielsweise Programme, die ohne Benachrichtigung des Users eine Lizenzüberprüfung im Internet vornehmen oder auch Software, die ohne Zustimmung Daten über den User sammelt oder ein Profil über diesen erstellt. Auch Programme, die sich im System einklinken und ungefragt Webseiten oder Banner laden, fallen meist unter die Rubrik Spyware.
Die Computerworld Australien schreibt nun, dass trotz der Warnungen vor Spyware und der massiven Ausbreitung in den vergangenen Monaten IT-Manager ihre Mitarbeiter einer aktuellen Umfrage zufolge nur schwach betroffen sehen.
Die primär über Mitarbeiter-Laptops und P2P-Sharing "eingeschleppte" Software sei laut IT-Manager Simon Richardson selten bösartig oder für Ausfälle verantwortlich, sie verursache jedoch durch das automatische Ansurfen von Seiten und Öffnen von Popup-Fenstern viel sinnlosen Datenverkehr.
Eine telefonisch durchgeführte Untersuchung namens Web@Work2004 zitiert andere Zahlen. Nach Aussagen der hier befragten IT-Manager sollen bis zu 30 Prozent aller Firmencomputer von einer Form von Spyware "befallen" sein, was Richardson doch für ein großes potenzielles Risiko hält.
Wie bei Viren sind manchmal Programme, die vorgeben vor Spyware zu schützen selbst Spyware, was die Situation zusätzlich verschlimmert. Gartner-Analyst Steve Bittinger rät Firmen zum Einsatz von Personal Firewalls auf allen Rechnern, die Netzwerkzugriffe überwachen und so Spyware transparenter machen; ein Vorgehen, das Richardson tunlichst vermeiden will.

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