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Bedarf an Informationstechnologie trotz Krise groß

06.10.2009 | 07:48 Uhr |

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den weltweiten Bedarf an Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) kaum gebremst. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) hervor, der am Montag zur Eröffnung der Messe- und Informationsveranstaltung ITU Telecom World 2009 in Genf vorgestellt wurde.

Zur Telecom World mit 450 internationalen Ausstellern werden bis Freitag rund 40 000 Teilnehmer aus 150 Ländern erwartet.

Nach dem Bericht werden etwa die Glasfaserinstallationen zur Verbindung von Haushalten an das Breitbandnetz in den kommenden Jahren um ein Drittel wachsen. Insgesamt wird durch das steigende Interesse an Unterhaltungsmedien ein Wachstum der Industrie um 50 Prozent in den kommenden zehn Jahren erwartet.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verwies in seiner Eröffnungsrede darauf, dass besonders die Entwicklungsländer an diesem technologischen Fortschritt teilhaben müssten. «Die Entwicklungsländer sollten sich auf diesem Gebiet aber auch als Pioniere und Entwickler betätigen», sagte Moon. Dies gelte etwa für die «neue grüne Wirtschaft», die auch mit Hilfe von ICT im sorgfältigen Umgang mit knappen Ressourcen den Klimawandel günstig beeinflussen könnten. Die Informationstechnologien könnten zudem einen Beitrag zu Frieden und Entwicklung leisten. Hamadoun Touré, Generalsekretär der in Genf gegründeten Internationalen Fernmeldeunion (ITU), sagte, die elfte Messe dieser Art wolle erreichen, dass die ganze Welt von der Informationstechnologie profitiere. Eine äußerst «unterschiedliche Welt» habe sich bei der letzten Telecom-Messe 2003 in Genf präsentiert. «Damals gab es rund eine Milliarde Handy-Abonnenten weltweit. Ende 2009 werden es 4,6 Milliarden sein», sagte Touré. Heute zähle man weltweit zudem 1,8 Milliarden Internet-Benutzer. «Ich bin fest überzeugt, dass sich mit den neuen Informationstechnologien die Welt verbessern lässt», sagte Touré. (dpa)

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