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Icahn gibt Forderung nach mehr Aktienrückkäufen auf

11.02.2014 | 06:45 Uhr |

Carl Icahn gibt sich nun doch mit den bisherigen Maßnahmen Apples zur Stützung des Aktienkurses zufrieden. Sein Antrag hätte auf der Jahreshauptversammlung wenig Erfolgsaussichten gehabt.

Der Investor Carl Icahn gibt seine Forderung auf, Apple solle weitere 50 Milliarden US-Dollar in sein Aktienrückkaufprogramm investieren, um den Kurs der Aktie zu steigern. Ausschlaggebend war die Ablehnung seiner Empfehlung durch das Unternehmen Institutional Shareholder Services (ISS), das institutionelle Anleger berät. Am Wochenende hatte ISS ein Gutachten vorgelegt, in dem es das bisherige Aktienrückkaufprogramm Apples für ausreichend halte und weiteres Eingreifen in die Maßnahmen des Aufsichtsrates nicht für erforderlich. Icahn warf daraufhin am Montag das Handtuch. Er sei enttäuscht über die Empfehlung von ISS, angesichts der von Apple kürzlich unternommenen "aggressiven Maßnahmen zum Aktienrückkauf" könne er aber dem nicht komplett widersprechen. Es bestehe nun seinerseits kein Grund, auf seinem Vorschlag zu beharren, da Apple bereits im Sinne der Wertsteigerung für Anleger handle. Apple-CEO Tim Cook hatte zuletzt in einem Interview mit dem Wall Street Journal erklärt, Apple habe in den letzten Wochen zusätzlich Aktien im Wert von 14 Milliarden US-Dollar zurück gekauft.  Der überraschende Kurssturz nach Veröffentlichung der letzten Bilanz habe Apple dazu gewogen, die Aktien zu stützen. Apple hat jedoch seinen Anlegern empfohlen, auf der kommenden Jahreshauptversammlung gegen den Plan Icahns zu stimmen.Auch die von Cook vage in Aussicht gestellten "neuen Produktkategorien" stimmen Icahn seinen Aussagen zufolge optimistisch, dass sich der Wert seines Investmensts erhöhe.

Den Aktienrückkauf insgesamt sieht der Analyst Ezra Gottheil von Technology Business Research dem IDG News Service kritisch. Tim Cook sei einem solchen Programm gegenüber deutlich aufgeschlossener als sein Vorgänger Steve Jobs, der Dividenden zeit seines Lebens ablehnte. Gottheil ist der Ansicht, Apple könne seine Barreserven weit nötiger für große Firmenübernahmen haben. So würde Apple etwa für Inhalte und Infrastrukturen für das TV-Geschäft viel Geld benötigen. Icahn traut er hingegen nicht über dem Weg. Seine Motive seien egoistisch, mit der Wertsteigerung des Aktienkurses wolle er nicht Anlegern allgemein etwas Gutes tun, sondern vor allem selbst viel Geld verdienen.

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