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Ifo: Deutsche EDV-Branche etwas weniger optimistisch

18.10.2000 | 00:00 Uhr |

Die Stimmung unter den Softwarefirmen und EDV-
Dienstleistern in Deutschland hat sich etwas verschlechtert. Zwar
seien die Unternehmen insgesamt nach wie vor sehr zufrieden mit dem
Geschäftsverlauf in den vergangenen Monaten, teilte das ifo Institut
für Wirtschaftsforschung in München mit. Die Urteile über die
Geschäftslage seien aber von früheren Spitzenwerten ein gutes Stück
entfernt. Dabei seien ausschließlich kleinere EDV-Firmen unzufrieden
mit der Situation. Zurückzuführen sei das vielfach gebremste Wachstum
unter anderem auf die Sonderkonjunktur in den Vorjahren durch die
Umstellung auf den Euro und das Jahr 2000.

Noch immer bezeichneten 55 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut,
berichtete das Institut. Sechs Prozent dagegen empfanden ihre
derzeitige Situation als schlecht. Unter den kleineren Firmen gaben
14 Prozent ein negatives Urteil zu Protokoll. Auch bei der
Beurteilung der künftigen Geschäftsentwicklung klafft die Schere
zwischen Groß und Klein auseinander. Während fast 80 Prozent der
Konzerne mit mehr als 100 Millionen DM Umsatz mit einer weiteren
Belebung des Geschäfts in der zweiten Jahreshälfte rechnen, schätzte
nur jeder zweite kleinere Betrieb die Perspektiven zuversichtlich
ein.

Der Mangel an Fachkräften ist weiter ein Problem für die Software-
und EDV-Branche. Zwar habe sich die Lage seit dem Höhepunkt im Herbst
1998 etwas entspannt. Dennoch habe in den letzten eineinhalb Jahren
noch immer jeder zweite Betrieb Probleme gehabt, geeignete Fachkräfte
zu rekrutieren.
dpa

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