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Illegale Schleichwerbung bei YouTube-Stars

26.03.2014 | 17:56 Uhr |

Die YouTube-Stars Y-Titty müssen sich in dieser Woche dem Vorwurf der illegalen Schleichwerbung in ihren Videos stellen.

Illegale Schleichwerbung bei YouTube-Stars (c) YouTube
Vergrößern Illegale Schleichwerbung bei YouTube-Stars (c) YouTube
© YouTube

Die Video-Plattform YouTube hat sich unter Jugendlichen längst zum Fernseh-Ersatz gemausert. Video-Produzenten, die Produkte vorstellen, Einblicke in ihr tägliches Leben gewähren oder Tutorials veröffentlichen, werden teilweise wie Stars gehandelt.

Dass nicht alle dieser „Stars“ mit sauberen Mitteln arbeiten, will nun Report Mainz herausgefunden haben. Bei ihren Recherchen deckte die Sendung mutmaßliche Schleichwerbung bei mehreren Video-Produzenten auf. So würden unter anderem auf dem Kanal des Comedy-Trios Y-Titty Produkte von Coca-Cola, McDonalds oder Samsung präsentiert, ohne in den Beiträgen auf Firmen-Kooperationen hinzuweisen.

„Wenn da Absicht dahinter steht und auch Geld fließt und ein Auftrag erteilt wird, dieses Produkt zu zeigen, das ist Schleichwerbung. So ist es auch bei den YouTube-Videos, die wir uns angesehen haben“, erklärt Jürgen Brautmeier, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, gegenüber Report Mainz.

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Obwohl der Anwalt von Y-Titty die Schleichwerbungsvorwürfe zurückweist, spricht die Vermarktung der Werbeplätze auf dem Y-Titty-Kanal eine andere Sprache. Der dafür zuständige Vermarkter Mediakraft bietet in seinem Netzwerk neben Product Placement auch integrierte Werbung an, die redaktionell in die Y-Titty-Videos eingebunden wird. 80 Euro pro 1.000 Klicks müssen Werbetreibende dafür zahlen. Die Bezirksregierung Mittelfranken hat inzwischen ein Prüfverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet.

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