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Im Auftrag Ihrer Majestät

23.06.2000 | 00:00 Uhr |

Die US-Armee setzt im Kampf gegen
Computerhacker auf James-Bond-Methoden.

Künftig sollen die Pentagon- Rechner nicht mehr durch
traditionelle Passwörter, sondern durch so genannte biometrische
Sicherheitssysteme wie Stimm- und Irisanalysen der Benutzer geschützt
werden. Selbst der Körpergeruch könne als Passwort-Ersatz verwendet
werden, berichtete die Zeitung "USA Today" am Donnerstag.

Der Computer vergleicht dabei mit Hilfe digitaler Kameras oder
anderer Sensoren die körperlichen Merkmale der Benutzer und gleicht
sie mit seiner Datenbank ab. Bereits in der kommenden Woche werde das
Verteidigungsministerium ein Hauptquartier für biometrische
Sicherheitssysteme in der Nähe von Washington eröffnen. Im August
solle dann ein Datenzentrum folgen. Hier werden Fingerabdrücke sowie
digitale Fotos von Ohrläppchen und anderen Körpermerkmalen Tausender
Offiziere und Soldaten archiviert.

Nach Angaben der Zeitung werden die Pentagon-Computer im
Durchschnitt sieben Mal am Tag von Hackern angegriffen, die mehr oder
minder wahllos Passwörter ausprobieren. Mit den neuen Methoden
könnten die Computer viel effektiver geschützt werden. Datenschützer
zeigten sich allerdings besorgt, dass die Armee eine riesige neue
Datensammlung anlege, die leicht missbraucht werden könne.

dpa

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