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Im Internet ist Ideenklau weit verbreitet

05.10.2005 | 10:03 Uhr |

Im Web finden sich auch unzählige Seiten mit wissenschaftlichen Texten. “Seit es das Internet gibt, treten mitunter Fälle auf, dass Vorträge und wissenschaftliche Arbeiten übernommen werden”, stellt Endress Wanckel fest.

Der Rechtsanwalt aus Hamburg befasst sich mit Streitfällen in Sachen Urheberrecht. Der plumpe Klau mittels “kopieren und einfügen” sei zum Glück selten. “Er ist leicht beweisbar und eindeutig rechtswidrig.” Die Universitäten haben reagiert: Um der Übernahme fremder Texte vorzubeugen, wird zunehmend auf die Aufgabenstellung in Prüfungen geachtet. “Ist eine Fragestellung spezieller und regionaler, sinkt die Chance, bereits eine fertige Ausarbeitungen im Internet zu finden”, erklärt Prof. Horst Degen.

Nach den Erfahrungen des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Düsseldorf ist der Ideenklau aus dem Netz eine Randerscheinung. Dennoch sei es schon vorgekommen, dass er einen Assistenten damit betraut habe, Stichworte einer Arbeit in eine Suchmaschine einzugeben, “um mal zu schauen, was man im Internet dazu findet”.

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