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Im Test: Power Mac G4 Cube 450 mit CD-Brenner

23.04.2001 | 00:00 Uhr |

Günstiger als der Cube ist derzeit kein G4-Mac. Damit bietet Apples G4-Würfel eine gute Alternative zu den Power Macs G4, aber auch zu den iMacs. Er erreicht fast die Rechenleistung seiner großen G4-Kollegen und lässt sich besser als ein iMac erweitern. Zudem kommt der Cube ohne Lüfter aus, was lärmgeplagte Rechnerbesitzer zu schätzen wissen.

Vorzüge

günstiger G4-Mac, flott, kompakt, extravagantes Design, über den Apple Store erweiterbar

Nachteile

kaum Erweiterungsmöglichkeiten, Disk Burner beim Testgerät nicht vorinstalliert

Preis

DM 4000, Euro 2045, S 28 990, sfr 3000

Wertung

gut

Der Cube im Testcenter

Der Cube kommt in drei verschiedenen Grundversionen: Es gibt zwei Modelle mit 450 MHz und das Flaggschiff mit 500 MHz. Damit reagiert Apple auf den schlechten Start des ersten Cube-Modells, das zu teuer und für keine Zielgruppe gut geeignet war. Wir testen das mittlere Modell, das die gleiche Prozessorgeschwindigkeit bietet wie der "kleinste" Cube und auch mit einer gleich großen Festplatte über den Ladentisch geht. Gegenüber dem kleinen Bruder bietet unser Proband einen CD-Brenner statt eines DVD-Laufwerks und 128 MB statt 64 MB Arbeitsspeicher. Zudem packt Apple unserem Testgerät, wie auch dem "großen" Cube, das Programm Apple Works bei.

Neben Mac-OS 9.1 testen wir den Cube unter Mac-OS X. Während unsere Aufgaben mit Cinema 4D und Soundjam unter beiden Betriebssystemen etwa gleich schnell berechnet werden, fällt Apple Works 6.0.4 aus dem Rahmen. So brauchen wir für das Berechnen einer Tabelle unter Mac-OS X etwa die dreifache Zeit wie unter Mac-OS 9.1. Dieses Ergebnis erhalten wir außer beim Cube auch auf den Power Macs G4 mit 733 MHz und 2x 533 MHz.

Technisch auf dem Stand des Vorgängermodells vom Power Mac G4 ist die Hauptplatine, die mit einem 100 MHz schnellen Systembus arbeitet. Die Festplatte IBM DTLA-305020 greift auf einen 66 MHz schnellen Ultra-ATA-Bus zu, an dem auch der CD-Brenner CW-7121 von Matsushita angeschlossen ist. Letzterer werkelt ebenso in den iMacs. Will man vernünftig mit dem Cube arbeiten, sollte er auf mindestens 128 MB Arbeitsspeicher zugreifen. Wer sich den "kleinsten" Cube kauft, kann ein weiteres DIMM-Modul einbauen, der Cube bietet Platz für drei Speichermodule. An seine Innereien gelangt man leicht: Auf der Unterseite des Rechners befindet sich ein Henkel, mit dem man den Rechner aus dem Gehäuse ziehen kann. Dann hat man Zugang zu allen Erweiterungsmöglichkeiten wie der Grafikkarte, den RAM- und Airport-Steckplätzen und der Festplatte.

Über den Apple Store lässt sich der Einsteiger-Cube nicht in einer anderen als der von Apple angebotenen Konfiguration bestellen. Lediglich ein Monitor ist extra erhältlich. Anders bei den beiden "größeren" Varianten, bei denen man zusätzlich Komponenten wie etwa Arbeitsspeicher, Festplatte oder Grafikkarte zusammenstellen kann. Wer dem Cube eine bessere Grafikkarte spendieren will, hat die Wahl zwischen der Nvidia Geforce 2 MX und der ATI Radeon, für die man jeweils 250 Mark Aufpreis zahlt. Wir empfehlen die ATI Radeon, die in unseren Tests mit besseren Ergebnissen aufwartet als die Karte von Nvidia.

Fazit

Mit dem "kleinsten" Cube erhält man derzeit den günstigsten G4-Mac. Als einziger Cube kommt er mit einem DVD-ROM-Laufwerk, alle anderen Modelle haben einen CD-Brenner. Mit mehr Arbeitsspeicher eignet sich dieses Gerät für diejenigen, die keinen CD-Brenner benötigen und ein günstiges und leises Arbeitsgerät suchen. Der Vorteil des von uns getesteten mittleren Modells ist neben der besseren Ausstattung die Möglichkeit, die Konfiguration über den Apple Store zu verändern. So kann man dem Cube beispielsweise die Grafikkarte ATI Radeon spendieren, um in guter Geschwindigkeit 3D-Spiele zu benutzen. mas

Die Testergebnisse...

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