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Immer im Bilde: Finder-Alternative setzt auf visuelle Reize

28.09.2006 | 16:56 Uhr |

Der größte aller Kompromisse an Mac-OS X mag der Finder sein - mit FileBrowse schickt sich nun ein neuer Herausforderer an, Anwendern mehr Komfort und eine bessere Übersicht über Dateien und Ordner zu bieten.

FileBrowse
Vergrößern FileBrowse

Die neue Software will den Dateibrowser nicht ersetzen, sondern setzt ihm eine graphisch anspruchsvolle Oberfläche mit 3D-Elementen entgegen, die sich vor allem zum Durchforsten von Bildmedien eignet: Das ist kein Kompromiss für alle, aber für manche eine sinnvolle Ergänzung.

FileBrowse stellt Icons und Miniaturbilder vorhandener Dateien in einer dreidimensionalen Ansicht dar, die die Software mit Hilfe von OpenGL live rendert. Sie ergänzt Bilder dabei um Schatten und rundet mit einer Anti-Aliasing -Funktion die Ecken. Dabei zeigt sich nicht nur Miniaturen von Fotos und Zeichnungen an, sondern auch von HTML-Dateien, von Audiotiteln mit eingebettetem Cover, von Textdateien, Videos und anderen Formaten. Ordner präsentiert FileBrowse nach Möglichkeit mit dem darin liegenden Inhalt - die Thumbnails packt er verkleinert ins Ordner-Icon. Für Fotos und Videos bietet der Browser eine Vorschaufunktion im Dateifenster, die sich auf Knoprfdruck vergrößern und verkleinern lässt - für HTML-Dateien soll diese Funktion noch folgen. Da die Philosophie von FileBrowse auf ein einziges geöffnetes Fenster setzt, das es auch im Vollbildmodus anzeigen kann, lassen sich darin entsprechend viele Informationen anzeigen. Man kann einzelne oder alle Ordner mit einem Mausklick auf- und zuklappen, mehrere Dateien lassen sich nach eine Reihe von Kriterien gruppieren. Insbesondere Fotografen kommt die Software dabei entgegen: Sie können Bilder nicht nur nach Erstellungsdatum und Name sortieren, sondern auch nach verwendeter Kamera und mit Blitz aufgenommene Bilder von denen ohne Blitzeinsatz trennen. FileBrowse liegt zwei Tage nach seinem Erscheinen bereits in einer überabeiteten Version 1.02 vor, ist ein Universal Binary und kostet 25 US-Dollar. Voraussetzung für die Software ist Mac OS X 10.4, sie lässt sich nach dem 300 Kilobyte großen Download 30 Tage lang kostenlos testen.

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