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Das Online-Backup kommt in Mode

19.05.2009 | 11:31 Uhr |

Das Verwahren wertvoller Datenbestände in großen Rechenzentren rückt zunehmend ins Blickfeld von Heimanwendern.

Manuelle Sicherungskopien auf separaten Speichermedien werden damit überflüssig. So hat F-Secure erst kürzlich ein weiteres webbasierendes Backup-System vorgestellt. Auch Virenspezialist McAfee beabsichtigt, noch in diesem Herbst in Kooperation mit EMC eigene Online-Speicherlösungen anzubieten.

"Wir sehen das Thema Online-Backup klar auf dem Vormarsch. Eigenen Studien zufolge führen 74 Prozent der Heimanwender keine regelmäßigen Backups durch. Eine große Mehrheit von rund 90 Prozent hat jedoch Angst vor Datenverlusten", sagt Peter Klein, technischer Leiter bei F-Secure, im Gespräch mit pressetext. Backup-Lösungen seien gerade für Heimanwender von Interesse, da diese meist nicht über das nötige Know-how in puncto webbasierte Datensicherung verfügten.

So betreten eine Menge neuer Teilnehmer den Markt für die frei skalierbaren Online-Speicherdienstleistungen. F-Secure kombiniert dabei seine Anwendungen Internet-Security und Online-Backup, um letzte Bedenken hinsichtlich der völligen Auslagerung umfangreicher Datenbestände auszuräumen. "Der Sicherheitsstandard ist extrem hoch. Außerdem erfolgt die Datenübertragung verschlüsselt", so Klein. Daten werden hierfür lokal komprimiert, mit dem 3DES-Algorhythmus verschlüsselt und schließlich mit einer 128bit-SSL-Verschlüsselung auf die Backup-Server gespielt. An sich erfolgt eine automatische Sicherung, Backups können aber auch manuell konfiguriert werden. Über ein Zugangsportal haben User auch die Möglichkeit, ihre Datenbestände persönlich zu verwalten.

McAfee wird in den USA ein unlimitiertes Webstorage-Service für 50 bis 60 Dollar pro Jahr anbieten, ein Preis, der Datensicherung im Web auch den meisten Heimanwendern ermöglicht. Der Einstieg in den Markt kommt zwar relativ spät, McAfee beabsichtigt jedoch, durch Übernahme von in diesem Bereich hochspezialisierten Unternehmen wie Solid Core Systems Inc seine Produktpalette komplementär zu erweitern. Auch Telefonriese AT&T drängt auf den Markt webbasierender Speicherdienstleistungen. In Zusammenarbeit mit EMC sollen zwei große Rechenzentren als sichere Umgebung aufgebaut werden.

"Die Ausgaben für Cloud Services betrugen nach Schätzungen von IDC im vergangenen Jahr weltweit etwa 16,2 Milliarden US-Dollar", heißt es auf der Plattform medienforum.nrw.de . Die Umsätze mit webbasierenden Speicherservices und Backup-Lösungen alleine steigerten sich in den USA laut Gartner im laufenden Jahr schon um 22 Prozent, berichtet Reuters. (pte)

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