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Immer mehr Auto-Aufbrüche wegen Handy, Navi und PDA

26.07.2006 | 09:54 Uhr |

Immer öfter werden Autos aufgebrochen, ohne dass sich die Diebe für das Fahrzeug und dessen eigentliche Ausstattung interessieren. Stattdessen sind die Ganoven auf Handys, GPS-Empfänger, Navigationssysteme und PDAs scharf, die im Wagen liegen.

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Ein Auto ist kein Safe. Mit schöner Regelmäßigkeit warnen Verkehrsclubs und Polizei vor Beginn der Reisesaison davor, Wertsachen im Auto liegen zu lassen. Auch im Alltag ist das Auto kein Tresor. Doch während frühers in erster Linie teure Autoradios die Begehrlichkeit der Auto-Knacker weckten, sind es jetzt die Gadgets des IT- und Telekommunikations-Zeitalters.

Deshalb sollten Sie beim Abstellen Ihres Fahrzeugs alle wertvollen Gegenstände mitnehmen. Wenn Sie Ihre mobilen Heinzelmänner dagegen im Auto verstecken, beginnen schon die Probleme.

Denn so mancher nimmt zwar das Navigationsgerät aus der Halterung am Armaturenbrett. Doch die Halterung selbst bleibt gut sichtbar im Fahrzeug. Und signalisiert Dieben, dass es da vielleicht etwas zu holen gibt, sofern der Besitzer zu faul war, tatsächlich das Navi mitzunehmen und es stattdessen nur im Handschuhfach auf die Schnelle versteckt hat. Und schon haben Sie eine eingeschlagene Scheibe oder eine aufgebrochene Tür.

Der Trend ist eindeutig: Von 2003 auf 2004 sind nach einer Statistik des FBI 30 Prozent mehr mobile Geräte aus Autos gestohlen worden. Zu den Klassikern gehören Mobiltelefone samt Akku-Ladegerät, iPods (samt Auto-Adapter zum Laden des Akkus) und GPS-basierte Navigationsgeräte.

In den USA werden mittlerweile so viele Navigationsgeräte gestohlen, dass einige Polizei-Departments bereits Sonderkommissionen gebildet haben, um diesen Dieben das Handwerk zu legen, wie MSNBC berichtet. Der Leichtsinn öffnet den Dieben dabei Tür und Tor – im wahrsten Sinn des Wortes.

Als nämlich ein US-Polizeichef einmal einen Kontrollgang über einen Parkplatz im Großraum New York machte, fand er ein halbes Dutzend Fahrzeuge nicht abgesperrt vor. Mit gut sichtbaren Gadgets aller Art im Fahrzeuginnern. Hier hätte es ausgereicht, wenn ein Dieb einfach nur die Autotür öffnet, das Mobil-Gerät nimmt und weiter geht.

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