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Importverbot für iPhone 4 könnte Apple Milliarden kosten

06.06.2013 | 10:55 Uhr |

Apples Niederlage vor der US-Handelsbehörde ITC könnte schwere finanzielle Folgen für den Konzern haben, warnt der Jefferies-Analyst Peter Misek in einer Notiz an Anleger.

Misek rechnet mit Umsatzeinbußen in Höhe von einer bis zwei Milliarden US-Dollar für Apple. Sobald Apple ein neues iPhone herausbringe, werde zwar das nicht vom Verbot betroffene iPhone 4S zum preisreduzierten Einsteigermodell und für Apple wäre das Problem gelöst. Bis dahin würde Apple aber zwei bis drei Millionen Geräte pro Quartal weniger verkaufen. Das iPhone 3GS bietet Apple ebenso wenig wie das iPad 1 noch an, das iPad 2 mit 3G-Chip spielt in Miseks Betrachtung keine Rolle.

Samsung hatte wegen der Verletzung eines 3G-Patentes ein Verkaufsverbot gegen iPhone 3GS und iPhone 4  sowie die ersten beiden iPad-Generationen in der Fassung mit 3G-Modul verhängt, das in zwei Monaten rechtskräftig wird, sofern US-Präsident Obama kein Veto einlegt.  Dieses Veto hält etwa der Patentanwalt Lyle Vander Schaaf gegenüber Bloomberg für unwahrscheinlich. In der Regel greife der Präsident in solchen Fällen nicht ein, die ITC sei eine "stolze Behörde" und habe einen exzellenten Ruf. Vor allem finden aber Parteien in Patentstreitigkeiten Gefallen an der Geschwindigkeit ihrer Entscheidungen, vor ordentlichen Gerichten ziehen sich Prozesse weit länger hin - vor der ITC aus Apples Sicht aber womöglich lange genug. Ein neues iPhone sollte im September auf den Markt kommen.

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