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In 24 Tagen um die Welt: 10. Dezember

10.12.2005 | 00:00 Uhr |

Von San Francisco in die arktischen Robbengründe: Wir folgen dem Kartoffeln zerdrückenden „Seewolf“ Wolf Larsen nach Alaska, früher bekannt als Russisch Amerika. Und bis zum millionenschweren Verkauf an die USA galt dort nicht nur eine andere Zeit, sondern auch ein anderer Kalender.

Jack Londons „Seewolf“
Vergrößern Jack Londons „Seewolf“

Das Macwelt-Adventskalenderteam – als regelmäßiger Leser unser vorweihnachtlichen Rubrik dürfte Ihnen das bereits aufgefallen sein – hat ein Faible für die Seefahrt. Das mag daran liegen, dass ein Teil der Netzmeisterei der Macwelt den Jahresurlaub an einer nordischen oder mediterranen Küste verbringt, der andere Teil einst sogar auf einem Butterdampfer angeheurt hat.

Auch heute sind wir wieder auf hoher See und bewegen uns auf den Spuren von Jack Londons „Seewolf“. Dabei passt es, dass wir gestern in San Francisco waren, denn die „Bay“ ist auch Startpunkt dieses wohl berühmtesten Romans des Abenteuerschriftstellers: Nach einem Fährunglück (die Golden Gate Bridge verband erst 30 Jahre später Frisco und Marin County) fischt Schoner-Kapitän Wolf Larson den Schiffbrüchigen Humphrey Van Weyden aus dem Pazifik und integriert den wohlhabenden Schriftsteller kurzerhand in seine Crew. Unfreiwillig macht Van Weyden eine Karriere vom Kombüsenjungen zum Steuermann – an Bord der „Ghost“ mit dem Ziel der arktischen Robbengründe.

Der Hafen von Sitka
Vergrößern Der Hafen von Sitka

Das ist auch unsere Richtung: Wir steuern Sitka an, die frühere Hauptstadt der russischen Kolonie Alaska. 1799 hat der Russe Alexander Baranow diese Siedlung im Südwesten des Territoriums gegründet, die drei Jahre später von Tlingit-Indianern zerstört wurde. 1804 errichtete der Gouverneur von Russisch Amerika fast an derselben Stelle wieder eine Siedlung, die 1808 zur Hauptstadt der Kolonie wurde.

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